Wie mehrfach berichtet, war es Anfang des Jahres zur Meinungsverschiedenheiten zwischen der Hannovermesse und dem Coburger Convent gekommen. Nachdem die Messe zunächst im Dezember 2020 einen Vertrag mit dem CC über die Nutzung von Tagungsräumen geschlossen hatte, flatterte dem CC-Präsidium dann am 19. Januar eine unerwartete Absage ins Haus. „Der Coburger Convent wird nicht auf dem Messegelände in Hannover stattfinden“, erklärte damals Onuora Ogbukagu, der Leiter der Unternehmenskommunikation der Deutschen Messe AG, gegenüber der Neuen Presse. Begründet wurde die Absage mit der weltanschaulichen Einstellung einiger CC-Mitglieder. Wörtlich hieß es in der Presseerklärung aus Hannover: „Die Weltanschauung einzelner Gruppierungen im Coburger Convent widersprechen zutiefst den Werten und der Haltung der Deutschen Messe. Wir sind ein weltoffenes Unternehmen, ein internationaler Marktplatz für sämtliche Kulturen und stehen daher für Vielfalt und Gleichberechtigung.“ Gegen diesen Rauswurf ging das CC-Präsidium juristisch vor und erwirkte vor dem Oberlandesgericht Celle eine einstweilige Verfügung. Die Hannovermesse müsse ihren Vertrag erfüllen, urteilte das OLG. Die inhaltlichen Gründe für die Absage waren von dem Gericht nicht geprüft worden, wie CC-Pressesprecher Martin Vaupel im März in einer Stellungnahme gegenüber der NP sagte. Vaupel bedauerte es gleichzeitig, dass man sich bei der Hannovermesse offenbar nicht die Mühe gemacht habe, sich mit der Organisation und den Zielen des Coburger Convents auseinanderzusetzen. Wahrscheinlich habe man den CC pauschal unter die Kategorie „Burschenschafter“ eingereiht.