Der bayerische Bauernverband warnte schon Anfang Mai, dass vielerorts leere Bodenwasserspeicher vor allem Fichten bereits stark zusetzten – die Bäume könnten einen Befall dadurch nur bedingt abwehren: "Damit unterscheidet sich die Lage grundlegend vom Vorjahr."
Entspannt sich die Lage jetzt?
Diese Woche sollen laut DWD immer wieder Schauer und Gewitter über Bayern ziehen - und neue Niederschläge bringen. Zumindest, was die Waldbrandgefahr angeht, ist in den kommenden Tagen daher nicht mit einer erneuten Verschärfung der Lage zu rechnen.
Um die Folgen der Trockenheit in der Landwirtschaft aufzufangen, wären aber längere, ergiebige Regenfälle nötig. "Starkregen hingegen wäre fatal", sagte eine Bauernverbandssprecherin. "Die ausgetrockneten Böden könnten die Wassermassen nicht aufnehmen, was zu Erosion führen und den geschwächten Kulturen endgültig den Rest geben würde."
Auch beim Grundwasser wird es mit einigen wenigen Regenfällen nicht getan sein: Die Grundwasserstände sinken in den Sommermonaten in vielen Bereichen Bayerns laut Landesamt für Umwelt (LfU) üblicherweise weiter ab. Sollten Sommer und Herbst wie schon Winter und Frühjahr weiter zu trocken ausfallen, rechnet das LfU "mit hoher Wahrscheinlichkeit" mit einer bayernweit anhaltenden Niedrigwassersituation im Grundwasser.