Nach langer Pause Premiere für Zirkus Henry

Manege frei: Mit einem beeindruckenden Programm begeisterte die Zirkusfamlie Frank am Samstag die ersten Gäste nach einer langen, unfreiwilligen Pause.

Dörfles-Esbach – Robin Frank schlüpfte in die Rolle des Clowns Beppo und eröffnete auf lustige Art das kurzweile Programm. Die große Besucherschar war von Anbeginn an begeistert und belohnte die Artisten mit reichlich Beifall. Spaß und Spannung war den Premierebesuchern versprochen und diese wurde auch in allen Programmpunkten mehr als getoppt. „Spitzenklasse im Zauber der Manege“ war Garantie für einen unvergesslichen Spätnachmittag.

Am Trapez, hoch oben unter der Kuppel des Vier-Mast-Zeltes, zeigte Jessica tollkühne Leistungen und bei so mancher artistischen Einlage hielt das Publikum den Atem an. Konzentriert zeigte Jessica am Trapez eine beeindruckende Nummer. Mit Eleganz und Anmut in halsbrecherischer Höhe begeisterte die Artistin Jessica mit riskanter Luftakrobatik unter der Zirkuskuppel.

Auch der Nachwuchs der Zirkusfamlie Frank hatte seinen Part zum Gelingen einer grandiosen Vorführung beigetragen. Selbstbewusst meisterte die Zirkusprinzessin Alicia die Hula-Hoop-Darbietung. MongolischeSteppenkamele oder auch Trampeltiere genannt fetzten nur so im Rund der Manege und machten dabei erst deutlich, wie mächtige diese Tiere sind. Sie gehorchten Werner Georg Frank aufs Zeichen und bewiesen, dass sie in der langen Pause nicht von dem was sie gelernt, vergessen haben. Im Takt der Musik zeigte der Friese die hohe Schule der Pferdedressur. Wohl einmalig: mit den Vorderpfoten auf einem Podest reckte es den Kopf zwischen den Beinen hindurch bis auf den Boden.

Auf dem Weg nach Amerika machte sich Robin Frank. Zwischen dem Cowboy und seinem Pferd Lucky Luke besteht eine ganz besondere Freundschaft und Liebe. Dies wurde bei dieser wohl einmaligen Darbietung für alle Besucher deutlich. Robin Frank bewies, wie weit man es in der Pferdedressur bringen kann. Er hat das wenige Tage alte kleine Fohlen mit der Flasche aufgezogen und mit viel Geduld geschafft, dass Lucky Luke aus Liebe zu ihm alle Spielereien gerne und bereitwillig mitmacht.

Mensch oder Schlange? Dieses Fragezeichen stand bei vielen Besuchern sicher in den Gedanken. Die fast unglaubliche Biegsamkeit der kleinen Artistin Alicia steht in bester Tradition chinesischer Spitzenakrobatik. Vier amerikanische Pintos, die klassischen Cowboy-Pferde der Prärien, präsentiert von Georg Werner Frank hatten bewiesen, was sie in der Vergangenheit gelernt haben. Eine kleine „Rasselbande“, vier kleine Shetland-Ponys waren von Jessica nicht nur dressiert, sondern auch im Rund der Mange vorgeführt worden. Sie waren nicht nur die Lieblinge der vielen Kinder. Clown Beppo hatte für seinen Sketch auch einen Besucher gewinnen können und beide hatten sichtlich ihren Spaß. In Erstaunen versetzte Beppo vor allem die kleinen Gäste. Bei der „Waschmaschinen-Nummer“ ist aus dem großen Clown Beppo ein „durch die Wäsche eingegangener“ Miniclown geworden.

Spanisches Temperament versprühte Jessica auf dem Drahtseil. Auf dem dünnen Stahlseil sich hinknieen und mit eleganten Bewegungen über das Seil zu balancieren, kann nur mit jahrelangem Training funktionieren. Sprünge über lodernde Fackeln gehörten sicher zum Höhepunkt dieser erstklassischen artistischen Darbietung. Beim „Kampf“ mit dem drehenden Porzellan, zeigte Robin wirkliches Geschick. Die „tanzenden Teller“ waren ein Erlebnis, das die Besucher so schnell nicht vergessen werden. An einem Netz wirbelte die Artistin Alicia durch die Lüfte bis ganz nach oben unters Dach des Zirkuszeltes. Still wurde es bei ihrer rasanten Darbietung, bei der sie mit Anmut und Gelenkigkeit, sich in die Herzen der Besucher katapultierte.

Dass Tierärzte aus ganz Deutschland die Haltung der Tiere im Zirkus Henry mit der Note 1 bewerten, machte Zirkus-Direktor Georg Frank stolz. Die artgerechte Haltung der Alpakas, Kamele, Lamas, Pferde und Hunde ist für den Familienzirkus, der seit mehr als 200 Jahren Menschen aller Regionen begeistert. 1812 wurde er in Breslau gegründet und seitdem führt die traditionsreiche Artistenfamilie Frank den klassischen Circus von Generation zu Generation. Die Franks zählen zu den ältesten Circus-Familien Europas. Noch bis zum Sonntag, 29. August, finden jeweils am Samstag und Sonntag um 17 Uhr Vorführungen statt. des

 

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