Yanqing/Oberhof/Coburg - Andreas Minschke verdrückt sich eine Träne und spendiert eine Runde Schnaps. „Er ist aus Pyeongchang als Olympiasieger zurückgekommen, jetzt hat er es wieder geschafft. Johannes ist ein großartiger Sportler“, kann der Präsident des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes (TSBV) sein Glück kaum fassen. Das Helaba-Haus an der Oberhofer Rennrodelbahn gleicht am Sonntag einem Hexenkessel. Johannes Ludwig hat soeben gleichermaßen die Rennrodel-Konkurrenz geschockt wie die deutschen Fans dieser Wintersportart verzückt. Und er hat nun im zarten Alter von 35 Jahren seine von Triumphen und auch einigen Rückschlägen geprägte Karriere mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in China gekrönt.