Die Forderung nach einem Rücktritt ist schon in der Politik keine Lappalie. Dass sich aber der Vorsitzende eines kommunalen Wasserversorgers mit einem solchen konfrontiert sieht, hat Seltenheitswert. Gut, Heinz Köhler ist nicht irgendwer. Als ehemaliger Kronacher Landrat sowie Abgeordneter in Bund, Land und Europa war der Sozialdemokrat aus Mitwitz Jahrzehnte lang selbst Berufspolitiker. Aber dass er sich im Alter von 82 Jahren ausgerechnet in seinem letzten noch ausgeübten kommunalen Ehrenamt als Vorsitzender der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) einer Attacke der CSU erwehren muss, hätte er wohl nicht für möglich gehalten.