Hildburghausen - Einen Tag vor dem Mauerfall erlegte der bereits von den eigenen Genossen geschasste Ex-SED-Chef Erich Honecker drei Rot- und drei Damhirsche. Er habe wohl nicht geahnt, dass es sein letzter Jagdtag in der Schorfheide sein würde, schreibt der Jagdhistoriker Helmut Suter in dem jetzt erschienenen Buch "Honeckers letzter Hirsch - Jagd und Macht in der DDR". Von 1968 bis 1989 habe Honecker in der Schorfheide mindestens 512 Rothirsche erlegt. In den letzten Monaten der DDR seien fast alle Mitglieder des SED-Politbüros - dem obersten Machtzirkel - noch einmal auf die Jagd gegangen, so der Autor.