5. Kernseife
Kernseife ist die nachhaltige Seife in fester Form. Auch sie wird aus "minderwertigen Fetten" (tierisch und/oder pflanzlich) gewonnen. Mit ihr lassen sich, je nach Rezept, mit weiteren Hausmitteln auch Waschmittel für die Waschmaschine oder den Geschirrspüler in Pulverform herstellen.
Nachhaltige Putzmittel selber machen
Ob eingebranntes Essen auf dem Ceranfeld oder Flecken in der neuen Jeans. Wer diese 5 nachhaltigen Hausmittel in seinem Haushalt hat, kann im Prinzip für jeden erdenklichen Reinigungsfall im Haus ein eigenes umweltfreundliches Putzmittel selber herstellen. Für eine möglichst große Rezeptvielfalt benötigen Sie sogar nur 3 der oben genannten Hausmittel in folgender Kombination.
- Soda oder Natron
- Essigessenz oder Zitronensäure
- Kernseife oder Schmierseife
Wenn Sie von allen 3 Punkten jeweils eines der beiden Hausmittel besitzen, sollten Sie fast alle Reinigungsmittel selber machen und nachhaltig und ökologisch putzen können. Tipp: Mit der Zugabe von ätherischen Ölen können Sie Ihren selbstgemachten Putz- und Reinigungsmitteln einen wohlriechenden Duft geben.
Wichtig: Im Handel gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an Reinigungsmitteln, welche bei der Herstellung "das Ziel" einer möglichst hohenNachhaltigkeit haben. Diese sind zwar oft nur bis zu einem gewissen Grad nachhaltig, können aber ein guter Kompromiss sein, wenn man nicht komplett auf chemische Reinigungsmittel verzichten, oder seine Reinigungsmittel selber machen möchte. Viele "umweltschonende" Reinigungsmittel enthalten zum Beispiel Tenside auf Basis von natürlichen Fetten. Achten Sie beim Kauf auf die entsprechenden Siegel für Nachhaltigkeit. Folgende Siegel konzentrieren sich auf die Nachhaltigkeit von Reinigungsmitteln:
- Nature-Care-Product-Siegel - So nachhaltig "wie nur möglich" hergestellt.
- Blauer Engel - Fokus Gewässerschutz bei Reinigungsmitteln
- EU-Ecolabel - Europas Siegel für Waschmittel
- Ecocert-Siegel - Naturkosmetik und ökologische Reinigungsmittel
- Ecogarantie-Siegel - Umweltfreundliche Reinigungsmittel und Kosmetik
Ökologische Putzutensilien
Wenn man einmal mit nachhaltigen Hausmitteln geputzt hat, merkt man schnell, wie kraftvoll und vielfältig einsetzbar diese sein können. Wer seine Wohnung aber noch nachhaltiger und ökologischer sauber halten möchte, der kann in Richtung "plastikfrei putzen" auch seine Putzutensilien unter die Lupe nehmen und sein Putzverhalten anpassen. Hier ein paar Tipps:
- Keine Papierhandtücher oder Einwegmaterialien: Die gute Küchenrolle ist zwar ein wahrer Ersthelfer und Alleskönner im gesamten Haushalt, aber umweltschonend ist sie nicht. Stofftücher, die gewaschen werden können, sind da deutlich nachhaltiger. Mittlerweile gibt es sogar wiederverwendbare Küchenrollen.
- Benutzen Sie allgemein lieber Putzutensilien, die in der Spülmaschine oder Waschmaschine gewaschen werden können.
- Auch für Plastikschwämme gibt es nachhaltige Alternativen. Luffa-Schwämme aus der Luffa-Pflanze zum Beispiel sind robust und deutlich ökologischer als Schwämme aus Plastik.
- Kupfertücher sind langlebig und vollständig recycelbar. Mit ihnen lassen sich sehr gut hartnäckige Verschmutzungen von harten Oberflächen, wie zum Beispiel Töpfen oder dem Ceranfeld entfernen.
- Einmachgläser sind praktische und zugleich langlebige Helfer im Putzalltag. Fertig gemischte Reinigungsmittel lassen sich hier gut dosieren, mischen und aufbewahren.
- Zu guter Letzt: Weniger ist mehr... Auch nachhaltige und gut abbaubare Reinigungsmittel, wie die oben genannten, sollten sparsam genutzt werden. Wer mehr schrubbt, der braucht allgemein weniger Reinigungsmittel. Für ein nachhaltiges Putzen ist somit die mechanische Reinigung der chemischen vorzuziehen.