Nachruf Trauer um Sängerin Neşe Pars

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Auf der Bühne des Landestheaters, als Konzertsängerin und Musikpädagogin hat die Sopranistin das Coburger Kulturleben Jahrzehnte lang bereichert und mitgestaltet.

Neşe Pars Foto: privat

Die Sängerin Neşe Pars ist Mitte September kurz nach ihrem 84. Geburtstag in Izmir an einem Herzversagen verstorben. Der Soroptimist-Club Coburg erinnert in einem Nachruf auf seiner Homepage an die aus der Türkei stammende Künstlerin, die das Musikleben im Raum Coburg Jahrzehnte lang mitgestaltet hat. Als Gründungsmitglied des Clubs sei sie dank ihres Engagements und ihrer Herzenswärme überaus beliebt und unvergessen.

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In Coburg hatte sich die in Ankara geborene und ausgebildete lyrische Sopranistin Mitte der 1970er-Jahre gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Komponisten Ateş Pars, niedergelassen. Nach dem Studium an der Musikhochschule Köln, Engagements an der Staatsoper Bern und Gastrollen in mehreren Opernhäusern wurde sie an das Landestheater Coburg engagiert. „Mit ihrer soliden Technik und ihrer brillanten Bühnendarstellung überzeugte Neşe Pars in Opern von Mozart, Verdi, Puccini, Weber, Richard Strauss, Gounod und vielen anderen und war auch als Konzertsängerin sehr gefragt“, heißt es in der Meldung von SI-Coburg.

Als Gesangspädagogin bildete sie an der Berufsfachschule für Musik Oberfranken in Kronach, am Coburger Gymnasium Albertinum und privat viele angehende Solistinnen und Solisten aus. Zu ihren erfolgreichen Schülerinnen zählt neben Alexandra von der Weth, Elke Tauber, Jürgen Schrödel und Elke Ullrich auch die Mezzosopranistin Renate Düerkop, die hervorhebt: „Sie war nicht nur eine umwerfende Künstlerin, sondern auch ein warmer, sensibler Mensch“.

1986 bis 2003 leitete Neşe Pars die chorische und Einzelstimmbildung des Frauenchores des Fränkischen Sängerbunds. Mehrere Werke ihres Mannes Ates wurden in Coburg uraufgeführt

2020 beschloss das Ehepaar, seinen Lebensabend in seinem Heimatland Türkei zu verbringen. Frau Pars hat die Kulturszene Jahrzehnte geprägt.