Warnstreik in Bayern Busverkehr in Bayreuth stark eingeschränkt

, aktualisiert am 30.01.2026 - 11:52 Uhr

Verdi ruft an diesem Montag zum Warnstreik in Bayerns Nahverkehr auf. Auch Bayreuther Busse werden dann mitunter nicht fahren. Darauf müssen sich Fahrgäste gefasst machen.

Verdi-Streikende des Öffentlichen Dienstes auf dem Bayreuther Stadtparkett im Oktober 2020. Kommenden Montag legen Bayreuther Busfahrer die Arbeit nieder. Foto:  

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des Öffentlichen Personennahverkehrs in Bayern zum Warnstreik aufgerufen. Kurz nach diesem Aufruf steht fest: Auch in Bayreuth müssen Fahrgäste der Stadtbusse mit massiven Einschränkungen rechnen. Beschäftigte der Verkehrsbetriebe der Bayreuther Stadtwerke beteiligen sich an diesem Montag an dem Verdi-Warnstreik. „Auch in Bayreuth wird gestreikt“, kündigte am Freitagvormittag Verdi Oberfranken-Ost mit Sitz in Bayreuth an.

Nach der Werbung weiterlesen

Verdi-Warnstreik in Bayern: Bayreuth beteiligt sich

„Unsere Kolleginnen und Kollegen, die täglich dafür sorgen, dass Bayreuth mobil bleibt, verdienen faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen, die nicht länger krank machen“ erklärt Sarah Hettler, zuständige Gewerkschaftssekretärin von Verdi in Bayreuth. Nach Verdi-Angaben können alle Verkehrsunternehmen betroffen sein, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Anwendung findet. Das ist auch in Bayreuth der Fall.

Für den Stadtbusverkehr – Linien 301 bis 326 – werden die Stadtwerke Bayreuth nach derzeitigem Stand einen reduzierten Fahrplan anbieten, da die externen Partnerunternehmen regulär fahren. Welche Busse fahren, können Fahrgäste auf der Webseite der Stadtwerke einsehen sowie voraussichtlich ab Sonntag auch in der Fahrplanauskunft des VGN.

„Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis für die Einschränkungen. Bei den Fahrten, die stattfinden, kann es aufgrund der angespannten betrieblichen Situation dennoch zu Verzögerungen und Überfüllungen kommen“, sagt Jan Koch, Sprecher der Stadtwerke Bayreuth. Am Dienstag, 3. Februar, um 0 Uhr soll der Streik gemäß aktueller Informationen enden. Dann werden die Stadtwerke wieder zum regulären Fahrplan zurückkehren, heißt es.

Verdi begründet den Warnstreik mit dem enttäuschenden Verlauf der ersten Verhandlungsrunde des Tarifvertrags Nahverkehr in Bayern. Der gilt für die Beschäftigten in Bus- und Bahnverkehr. Nach Angaben von Verdi Oberfranken-Ost fordern die Beschäftigten eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit.