Naturkundemuseum Coburg Tierische Stillleben in neuer Sonderausstellung

Das Naturkunde-Museum Coburg zeigt in der neuen Sonderausstellung „Zum Fressen gern“ kunstvolle Fotografien. Was Besucherinnen und Besucher erwartet.

Volker Weinhold, Museumsleiter Carsten Ritzau und Sebastian Köpcke (von links) lenken den Blick der Museumsbesucherinnen und -besucher in Richtung Steiermark. Foto: Mike Schaffner

Die Berliner Fotografen und Ausstellungsmacher Sebastian Köpcke und Volker Weinhold waren eingeladen, im Benediktinerstift Admont (Steiermark/Österreich) Objekte der naturhistorischen Schausammlung fotografisch ins rechte Licht zu rücken. Der programmatische Titel „Zum Fressen gern“ gab ein Thema vor, das unterschiedlichste Interpretationen erlaubt. Im Naturhistorischen Museum hatten sie die Möglichkeit, historische Präparate mit Objekten des Kulturhistorischen Museums und kostbaren Büchern der weltgrößten Stiftsbibliothek in freier Interpretation zu kunstvollen Stillleben zu vereinen.

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Mit Zuneigung, Humor und Hintersinn betrachten sie dabei die unterschiedlichen Akteure. In der Kombination mit ausgesuchten Objekten des Kulturhistorischen Museums war es möglich, aufwendige Arrangements zu gestalten, die auch als Hommage an Jagd- und Küchenstillleben der Renaissance verstanden werden können. Der melancholische Blick auf das Werden und Vergehen, auf den ewigen Kreislauf von „Fressen und gefressen werden“ erweist sich dabei als schöner Schein.

Kunstvoll präpariert mit Glasaugen, Drahtskelett und Sägespänen

Tatsächlich sind die fotografierten Tiere zumeist seit hundert Jahren tot, aber gerade dadurch haben sie – mit Glasaugen, Drahtskelett und Sägespänen kunstvoll präpariert – museale Unsterblichkeit erlangt. Produkt der Arbeiten ist die Sonderausstellung „Zum Fressen gern – Photographische Entdeckungen im Benediktinerstift Admont“, die durch ergänzende Foto, die in den Sammlungen des Naturkunde-Museums Coburg entstanden, Unterschiede, aber auch Parallelen zwischen den Sammlungen in Coburg und Admont aufzeigt.

Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2026 täglich von 9 bis 17 Uhr im Naturkunde-Museum Coburg zu sehen.