Claus Bittenbrünn ist erleichtert. Am Tag nach dem Bürgerentscheid ist der Königsberger Bürgermeister einfach nur froh, dass es jetzt weitergehen kann. „Wir haben schon zu viel Zeit verloren“, sagt Bittenbrünn im Telefonat mit unserer Redaktion. Das Ergebnis fiel hauchdünn aus: Von 1230 Königsbergern, die am Sonntag am Bürgerentscheid teilnahmen, stimmten 606 Stimmberechtigte beim Ratsbegehren mit Ja (das entspricht 50,3 Prozent), 599 Stimmberechtigte dagegen kreuzten Nein an (49,7 Prozent), 26 Stimmen waren ungültig. Das Ratsbegehren plädierte für einen Standort des geplanten Naturparkzentrums im Todsgraben an der Thomas-Klingg-Steige in Königsberg, anders als das Bürgerbegehren, das genau diesen Standort explizit ablehnte. Die Fragestellung jenes Bürgerbegehrens („Sind Sie dafür, dass für das Besucherzentrum für den Naturpark Haßberge ein anderer Standort gewählt wird?“) beantworteten 526 Stimmberechtigte mit Ja, also 47,2 Prozent, wohingegen 589 Stimmberechtigte für Nein votierten (52,8 Prozent). 115 Stimmen waren hier ungültig. Damit wurde der Bürgerentscheid 1, das Ratsbegehren, denkbar knapp angenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,6 Prozent; wahlberechtigt gewesen wären in der Regiomontanusstadt 2960 Bürgerinnen und Bürger.