Vor allem aber liegt es an der Mimik der Protagonisten. "Unser Kameramann Adam Nubarbera sagte als Erstes zu mir: "Wir verwandeln Gesichter in Landschaften."", erzählt Wilde. Und Norton ergänzt: "Ein Paar, das ganz offen über sehr intime sexuelle Themen spricht, ist an sich noch nicht witzig. Aber wenn man sieht, wie ihr dabei vor Schreck die Augen riesengroß werden, dann wird es komisch."
Wilde will mutige Gespräche anregen
Olivia Wilde hofft, dass ihr Film im echten Leben mutige Konversationen anregt, "dass die Menschen anfangen, all ihre unangenehmsten Erlebnisse hervorzuholen - all die Gespräche, die sie sich bisher nicht zu führen getraut haben".
Edward Norton hat einen Tipp für den Kinobesuch: "Ich finde wirklich, dass man diese Art von Film am besten mit einer Gruppe sieht – zu viert oder zu sechst, vielleicht mit ein paar befreundeten Paaren. Und danach schaut man einfach, wohin einen das Gespräch über den Film führt."
Stoff dafür liefert "The Invite" jedenfalls reichlich. Selten hat Fremdschämen so viel Spaß gemacht. Die alltägliche, vertraute Ausgangssituation, das raffiniert konstruierte Drehbuch und die bestens aufgelegten Schauspieler machen "The Invite" zu einer unterhaltsamen und sehr menschlichen Komödie.