Neuer Kindergarten für Ebern Großes Areal, gewaltige Summe

Auf dem Grundstück der ehemaligen Berufsschule ist die neue Kindertagesstätte in Ebern gebaut worden. Die Häuschen sind bereits fertig und seit Herbst bezogen, nun fehlen noch die Außenanlagen. Wegen der Hanglage sind viele Erdbewegungen zu machen – das kostet einen stolzen Preis. Foto: /Günther Geiling

728.521 Euro kostet die Gestaltung der Außenanlagen für die neue Kindertagesstätte. Die Spielgeräte machen da noch den geringsten Anteil aus.

Ebern - Ein wunderschönes, farbenfrohes und vor allem geräumiges Gebäude hat die neue Kindertagesstätte in der Albrecht-Dürer-Straße erhalten. Doch: „Nicht nur das Gebäude ist groß, auch das Gelände“, stellte Bürgermeister Jürgen Hennemann fest. Was zur Folge hat: Die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen werden ebenfalls eine stattliche Größe erreichen. Mit einem Angebot von 728 521,36 Euro lag die Firma Staubitzer Baumschule aus Untersiemau dabei sogar noch am untersten Rand der eingegangenen Angebote – der Höchstnehmer wollte 1 058 413,04 Euro brutto. „Auch ein neues Vergabeverfahren lässt auf Grund der angespannten Marktsituation keine günstigeren Ergebnisse erwarten“, ließ Stefan Hofmann von der Bauverwaltung wissen. Und auch Bürgermeister Jürgen Hennemann befand: „Wir kommen da nicht drumrum.“ Schließlich wolle man ja auch ja auch viele Spiel- und Bewegungsflächen schaffen oder auch eine Blumenwiese anlegen. Und: Bei den Gesamtkosten (vier Millionen Euro; gefördert werden 2,1 Millionen) liegt man selbst dann noch im Rahmen.

Die Spielgeräte sind mit geschätzten rund 25 000 Euro übrigens einer der kleineren Posten der Kostenaufstellung. Die meisten Kosten verursachen die Erdarbeiten, die wegen der Hanglage des Areals umfangreicher ausfallen als üblich. Mit rund 62 000 Euro im ersten Bauabschnitt und gut 96 000 Euro im zweiten ist dies buchstäblich der größte Batzen. Dazu kommen Entwässerung für etwa 51 000 Euro und Pflasterarbeiten mit ca. 59 000 Euro. Auch die Spielflächen für geschätzte 18 000 Euro sind ein eher geringer Anteil; ebenso die Pflanzarbeiten mit 16 000 Euro. Lediglich 25 000 Euro seien für die Spielgeräte deshalb vorgesehen, weil Geräte der Lebenshilfe – zuvor jahrelang an gleicher Wirkungsstätte – übernommen werden könnten und auch die neuen Betreiber der Rummelsberger Spielgeräte mitbringen oder eigene erstellen. Nicht zuletzt ist auch wieder auf die fleißigen Mitarbeiter des Eberner Bauhofs zu zählen. Als größte Attraktion unter den Spielgeräten dürfte das erhoffte Playmobilschiff gelten, für das sich die Rummelsberger bei der Zirndorfer Firma beworben haben.

Die CSU-Fraktion hatte zudem beantragt, dass sich die Stadt auch um Zuschüsse bei der „Aktion Mensch“ bemühen solle. „Wird gemacht“, versprach der Bürgermeister, und zwar für die Ausstattung des integrierten Bereichs.

Die Arbeiten erfolgen nun in zwei Bauabschnitten, der erste soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Bislang hatte der Bauhof provisorisch den Vorplatz samt Parkplätzen hergerichtet.

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