Neuer Krimi: „Frankenblut“ Tödlicher Glaube

Thomas Pregls neuer Krimi „Frankenblut“ erzählt, was religiöser Wahn, Verschwörungstheorien und Rassismus aus Menschen machen können.

Thomas Pregl Foto: Helmut Ölschlegel

In die Welt sektiererischer Eiferer führt der dritte Krimi des Bamberger Autors Thomas Pregl „Frankenblut“. Auf den Bamberger Erzbischof wird während der Fronleichnamsprozession ein Attentat verübt. Vor den Toren der Domstadt finden Kriminalistin Petra Stengl und ihr Kollege Norbert Denzlein kurz darauf die enthauptete Leiche eines Autofahrers. Unfall, Selbstmord oder Mord? Ermittlungen ergeben: Der Attentäter und der Tote gehören einer fanatischen Sekte an, die sich von Würzburg aus auch im Bamberger und Coburger Raum ausbreiten will. Die Sekte beruft sich bei ihrem Vorgehen auf den historischen Judenschlächter Rintfleisch, der im Jahre 1298 Jüdinnen und Juden mit seinen Horden wegen angeblicher „Hostienschändung“ umbrachte. Das Nürnberger Memorbuch verzeichnet 3441 Ermordete in 44 „Blutstädten“.

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„Die im Krimi beschriebene Sekte gibt es nicht“, erklärt Thomas Pregl. „Was aber religiöser Wahn, Verschwörungstheorien, Rassismus und Antisemitismus aus Menschen machen können, das erleben wir jeden Tag. Das ist bittere Realität. Und die greift ´Frankenblut` auf“, so der Autor.

Thomas Pregl, geboren 1956 im niederrheinischen Willich, war jahrelang als Journalist tätig. In Coburg war er bis 2022 Lehrer an der Rückert-Mittelschule deren Schulgeschichte er derzeit schreibt. Jetzt ist er als freier Journalist, Buchautor und Stadtführer tätig. Pregl ist mit einer Fränkin aus Heilgersdorf verheiratet und lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Bamberg. Er liebt die fränkische Lebensweise, vor allem die Keller-, Ess- und Bierkultur.