Neues Kulturprogramm in Haßfurt Hoffen auf unvergessliche Abende

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Das kulturelle Programm für das neue Jahr steht fest. Das Kulturamt Haßfurt verrät nun, auf welche Highlights man sich freuen darf.

Haßfurt - „Kultur ist Gold wert“ verspricht das Kulturamt Haßfurt und lässt auf dem Programm-Cover für das Frühjahr 2022 das Mädchen aus dem „Sterntaler“-Märchen hoffnungsvoll Stars und Sternchen auffangen, die vom Stadthallen-Bühnenhimmel fallen. „Ist es verrückt, ein Kulturprogramm für das Frühjahr zu planen? Vielleicht wagemutig, aber Kultur ist schließlich Futter für die Seele und das ist in diesen Zeiten doch besonders wichtig“, bekräftigt Bürgermeister Günther Werner die Entscheidung des Kulturamtes Haßfurt, ein Frühjahrsprogramm mit „Märchenschutz“ und „Sternenkraft“ herauszugeben. Märchen sind Teil der volkstümlichen Kultur, gaben den Menschen stets Hoffnung und versprachen Wunder. So soll das Waisenmädchen der Gebrüder Grimm Schutzpatronin für die Events des nächsten Halbjahres sein.

„Wir möchten unseren Gästen ein paar (Kultur-)Sterne vom Himmel holen und sie schöne, unvergessliche Abende bei uns genießen lassen“, lädt das Stadtoberhaupt in die Stadthalle ein. Mit keltischer Musik, skurrilen Nachrichten und lustigen Geschichten des fahrenden Volkes aus der frühen Bretagne startet das Trio An Erminig mit „Plomadeg“ am Samstag, 22. Januar, das Kulturprogramm entsprechend volkstümlich mit einem ganz besonderen Event für alle Liebhaber guter Geschichten und traditioneller Musik.

Impressionen von Extremabenteurer Dirk Rohrbach, Profifotograf Martin Engelmann oder einem der besten Irland-Kenner Deutschlands, Harmut Krinitz, laden bildgewaltig zum coronakonformen Reisen aus dem Sessel ein und bereichern den bunten Kulturregen ebenso wie das klassische Cello-Kammerkonzert mit den Bamberger Symphonikern oder die „Jazz mal anders-Reihe“ mit den drei etablierten Profimusikern und ihren musikalischen Gästen, die diesmal an Ella Fitzgerald und Charlie Parker erinnern.

Preisgekrönte Musik-Comedy mit den Senkrechtstarter-Mädels von Suchtpotenzial oder den textstarken Jungs von Simon & Jan sowie politisches Kabarett mit Mathias Tretter oder Comedy mit dem „Paartherapeuten“ Stephan Bauer oder dem „Minimalismus-Ausmist-Experten“ Olaf Bossi trainieren heuer das Zwerchfell und pointieren messerscharf und höchst originell.

Blues-Legende Sydney Ellis, die vielfach gewünschte, herausragende Sting-and-The-Police-Tribute-Band Stingchronicity oder Inswingtief, laut BR2-Hörern die beste musikalische Neuerscheinung 2020, bringen den Saal musikalisch zum Beben. Die gefeierten Pandemie-Stars The Magic Mumble Jumble verbreiten nicht nur Folk-Pop-Musik, bei der man einfach nicht still sitzen kann, sondern auch noch „Good Vibes“, und Lou’s the Cool Cats hauchen der musikalischen Note mit Swing der goldenen Zwanziger das ganz besondere Etwas ein.

Mit der Hommage an Georg Kreisler, der trotz seiner zeitlosen und gerade derzeit wieder brandaktuellen Texte in Vergessenheit zu geraten droht, verspricht Victor Plumettaz am Steinway-Konzertflügel einen ganz besonderen Abend. „Schatz, das Wetter ist wunderschön, da leid ich’s net länger zu Haus… Wir sitzen zusamm’ in der Laube und ein jeder vergiftet a Taube, der Frühling, der dringt bis ins innerste Mark beim Tauben vergiften im Park.“ So kennt man den Wiener Liedermacher. Für Victor Plumettaz ist es eine Herzensangelegenheit, nicht nur die äußerst amüsante und zynische Seite Kreislers sondern auch seine Philosophie und leisen Töne zu zeigen und weiterleben zu lassen.

Die fünf Deutschpoeten der a-Kapella-Band Anders überzeugen mit Texten von Freundschaft, Liebe und Herzschmerz einzig und allein getragen von ihren wundervollen Stimmen. Eine Boygroup, die keine sein will, macht mit eingängigen Melodien, außergewöhnlichen Beatboxkünsten und ausgefallener Bühnenshow Popmusik, die ernstgenommen werden will.

Wer führt wen und was hält die Welt im Innersten zusammen? Sind das nicht die Fragen der Zeit?! Die Echse, ein Reptil voll Erfahrungen, Geschichten und Weisheit, ist längst zum Guru mutiert und lädt erleuchtet und bestens ins Licht gerückt vom preisgekrönten Puppenspieler Michael Hatzius zur Audienz in die Haßfurter Halle. Mit großer Klappe aber voll Herzlichkeit lässt die Echse die Zuschauer an ihrem immensen Insider-Wissen teilhaben und verspricht „echsquisite“ Improvisation.

In der Literatur steht das „Sterntaler“-Mädchen übrigens nicht nur für das Glück durch nichtmaterielle Dinge wie den Kulturgenuss sondern auch für die Abgabe der Kontrolle über nicht Veränderbares. „Unsere Kristallkugel hat längst den Geist aufgegeben“, verrät Stefanie Schleicher vom Kulturamt auf die stete Frage, ob denn nun alles stattfinden wird, „aber wir versprechen, dass Tickets und Gutscheine natürlich gültig bleiben und auch das Geld rückerstattet wird, falls Nachholtermine nicht wahrgenommen werden können.“

Der Programm-Folder liegt an den bekannten Stellen aus. Alle Veranstaltungen finden unter den aktuellen behördlichen Vorgaben, derzeit 2G-plus, unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen in der Stadthalle mit Lüftungsanlage statt. Das Kulturamt bittet die Besucher darum, die Tickets soweit möglich im Vorverkauf im Kulturamt, Hauptstraße 9, 97437 Haßfurt oder online zu erwerben.

Infos sind unter www.kulturamt-hassfurt.de sowie auf Facebook und Instagram oder unter Telefon 09521/688300 abzufragen. red

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