Von seinem Zimmer aus hatte Kai Frobel in den 1970er Jahren einen direkten Blick auf die innerdeutsche Grenze. Er erkannte schnell, welcher Schatz sich im Todesstreifen, zwischen Stacheldrahtzahn, Streckmetall und Minenfeld, entwickelt hatte. Als Dreizehnjähriger begann er, die Vogelarten zu erkunden, die einen Steinwurf von seinem Elternhaus ungestört lebten, brüteten und zwitscherten. Er war von seinem naturkundlich interessierten Vater vorgeprägt, und - ganz wichtig: "Wir hatten Zuhause einen Fotoapparat."