Neustadt Abschied von versierten Lehrkräften

Peter Tischer
Die Kindertrachtentanzgruppe bereitete Wiltrud Montag und Kerstin Klaußner einen tollen Abschied. Foto: Neue Presse/Peter Tischer

Kerstin Klaußner und Wiltrud Montag gehen in den Ruhestand. Beide übten den Beruf mit großer Freude aus, lobt der Schulamtsdirektor.

Kerstin Klaußner und Wiltrud Montag sind Lehrkräfte, wie man sie sich vorstellt: engagiert, versiert und dennoch bodenständig. Sie widmen sich den kleinsten Schützlingen und unterrichten die Schulanfänger in der ersten und zweiten Jahrgangsstufe (Klaußner) und die dritten und vierten Klassen (Montag). Nun treten sie mit Ablauf des Schuljahres in den Ruhestand. „Es hat sich schon einiges getan in all den Jahren, in denen wir als Lehrkräfte tätig waren“, erläutert Montag, „früher stand der Unterricht im Vordergrund, heute ist es die Erziehung unserer Schützlinge.“

Klaußner ergänzt: „Die Eltern sehen ihr Kind im Vordergrund und ordnen es nicht in die Gemeinschaft ein.“ Während Klaußner ihr 40. Dienstjubiläum im letzten Jahr feierte und seit 1992 am Schulhaus in Haarbrücken tätig ist, kam Montag 1987 an der Grundschule Wildenheid an, davon 16 Jahre in Haarbrücken. Letztere als erweiterte Schulleitung im Schulhaus Haarbrücken. „Nach dem Ablegen der 2. Lehramtsprüfung an der Moos-Schule in Neustadt/Coburg wurde ich als Junglehrerin zum Schuljahr 1984/85 nach Unterfranken in den Kreis Rhön-Grabfeld mit den Dienstorten Bad Neustadt/Saale und Bad Königshofen versetzt“, blickt Klaußner zurück. Ihr Ersuchen um Versetzung in den Regierungsbezirk Oberfranken war zum Schuljahr 1991/92 von Erfolg gekrönt, und sie konnte ihre berufliche Tätigkeit an der Volksschule Wildenheid-Haarbrücken fortsetzen, „da ich auch mittlerweile Mutter von zwei Kindern geworden war“, erzählt sie von dieser markanten Zeit. Mit dem Schuljahr 1992/93 begann sie ihren Einsatz im Schulhaus Haarbrücken. „Die Kinder geben einem viel zurück“, blicken beide dankbar auf ihre Zeit als Pädagogin. „Solch lange Zeit als Lehrkraft schaffen nur wenige, obwohl ihr euch jeder Herausforderung gestellt habt“, dankte Schulamtsdirektor Uwe Dörfer. Chefin Gabriele Selch ergänzte: „Bei euch stand die Vermittlung von Werten im Fokus. Ihr habt jeden Schüler unterstützt und Spuren hinterlassen.“ Beide übten ihren Beruf, der freilich schon Berufung geworden ist, mit großer Freude aus, bekräftigen sowohl Gabriele Selch sowie Schulamtsdirektor Dörfer.

Noch etwas liegt ihnen am Herzen: die Kindertrachtentanzgruppe. Seit dem Ausscheiden von Wilfriede Sindel haben sie 2014 zusammen die Leitung der Kindertrachtentanzgruppe übernommen. „Eine Herzensangelegenheit“, ernten die beiden Lehrkräfte die Früchte ihrer Arbeit, „wir hoffen natürlich darauf, nach Corona unseren gewohnten Auftritten nachkommen zu können, die ja leider in den letzten beiden Schuljahren coronabedingt oft ausfallen mussten.“

Das hoffen auch alle, die den charmanten Auftritten beiwohnen konnten. So wollen die beiden „Unruheständler“ als Betreuerinnen noch weitermachen.

 

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