Neustadt bei Coburg So wird eine Straße zum Markt saniert

Peter Tischer

Die Georg-Langbein-Straße wird demnächst neu gestaltet. Alle Träger öffentlicher Belange zeigten sich mit den Planungen zufrieden.

Die Georg-Langbein-Straße ist in desolatem Zustand und soll als „Tor zum Marktplatz“ glänzen. Samstags stehen dort Händler. Foto: Peter Tischer

Bis auf den Bereich an der Stadtkirche erstrahlt der Marktplatz soweit in neuem Glanz. Auch die Zufahrtsstraßen sind mittlerweile fertig. Doch auch hier gibt es eine Ausnahme – und dabei handelt es sich auch noch ausgerechnet um das Tor zur guten Stube der Stadt: Die als Fußgängerzone ausgewiesene Georg-Langbein-Straße befindet sich immer noch in einem desolaten Zustand. Dabei ist sie von ihrer Länge eher unbedeutend, denn von der Heubischer Straße bis zum Markt sind es weniger als 100 Meter. Doch nun steht dem Vollausbau nichts mehr im Wege. Die Träger öffentlicher Belange, die dazu gehört werden müssen, gaben grünes Licht und zeigten sich mit der Planung einverstanden. Darunter fallen beispielsweise die Feuerwehr, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, die Denkmalpflege oder das Landratsamt.

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Stadtplanerin Christine Schirmer präsentierte die Ausführungen dem Bausenat , wobei sie eine Bausumme von 872 000 Euro nannte. Mit dem beantragten Geld über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ soll nun die Sache angegangen werden. Durch die Neugestaltung der Georg-Langbein-Straße ändere sich im Einmündungsbereich zur Heubischer Straße nichts. „Die vorhandene Bordkante zur Heubischer Straße bleibt erhalten als klare Abtrennung zur Verkehrsfläche“, zeigte Schirmer auf. Der Bereich der Fußgängerzone vom Marktplatz bis zum Vorbereich des Rathauses werde mit grauem Granitpflaster wie am Glockenberg, die Multifunktionsfläche vor dem Rathaus mit grau-beigen Granitplatten wie auf dem Marktplatz gestaltet werden. Die verschiedenen Bereiche seien somit durch einen unterschiedlichen Belag erkennbar. Des Weiteren informierte sie, dass der Lift, der einen barrierefreien Zugang zum Rathaus ermöglicht, in diese Woche in Betrieb genommen wird.

Lebendig und attraktiv

Die Landkreisentwicklung begrüße die Planung in Bezug auf „Belebung von Innenstädten“. Gerade Innenstädte seien das soziale und kommunikative Zentrum einer Stadt. Hier träfen sich Menschen, verbringen ihre Freizeit und versorgen sich mit Gütern und Dienstleistungen. Ein Stadtzentrum müsse deshalb für seine Bürgerinnen und Bürger lebendig und attraktiv sein. Auch die Wirtschaftsförderung der Stadt sehe im Vollausbau der Georg-Langbein-Straße eine Stärkung der Innenstadt, die mit der Belebung des Einzelhandels einhergehe, so Schirmer. Selbst Heimatpflegerin Isolde Kalter finde den Entwurf zum Ausbau der Georg-Langbein-Straße als Maßnahme zur Aufwertung der Innenstadt gut. Optisch ansprechende Straßen und Aufenthaltsqualität seien wichtig für die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt, so ihre Aussage. Sollten Planänderungen erforderlich werden, werde selbstverständlich die Feuerwehr mit eingebunden. Allerdings wolle man auf die Aufstellung von Spielgeräten verzichten. Den Grunderwerb für die Parkpalette Ernststraße sowie Gebäudeabbrüche im Mühlgraben und der Goethestraße wolle man mit Geldern aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ vorantreiben, so Schirmer.