Neustadt - Nachwuchssorgen plagen nicht nur Sport- und Musikvereine, auch die Feuerwehren haben längst erkannt, dass sie sich aktiv um die Jugendarbeit kümmern müssen. Der Jugendwart der Feuerwehr Neustadt, Stefan Hennecke, hatte deshalb junge Feuerwehrler zu einem Wochenende eingeladen, bei denen sie den actionreichen Alltag einer Berufsfeuerwehr kennenlernen konnten. 15 Jugendliche nahmen dann auch aus den Feuerwehren Neustadt, Bergdorf, Haarbrücken und Wildenheid daran teil. Locker ging es bei einer Nachtwanderung mit einer Schnitzeljagd los, doch "der nächste Tag sollte lang und anstrengend werden", berichtet Hennecke. Am Samstag wurde zunächst gepaukt: "Das Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes, wie funktionieren Brandmeldeanlagen und wie handhabe ich eine Krankentrage/Spineboard standen an", erläutert Hennecke. Florian Gräbner, für die Ausbildung Brandmeldeanlagen im Landkreis zuständig, nahm sich eigens die Zeit, um die Jugendlichen weiterzubilden. Später wurde die Einsatzzentrale besetzt und eingehende Einsätze entgegengenommen. "Zunächst wurde eine vermisste Person gesucht. Hier arbeitete die Feuerwehr Hand in Hand mit dem Jugendrotkreuz Neustadt zusammen, um den vermissten Waldarbeiter zum Rettungswagen zu bringen." Dann ging es Schlag auf Schlag. "Ein Brand in der Deponie in der Eisfelder Straße wurde gemeldet", so Hennecke. Konzentriert gingen die Jugendfeuerwehrleute zu Werke und so konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Gegen Mitternacht wurden die Jugendfeuerwehrleute noch einmal alarmiert, um einen Landeplatz für einen Rettungshubschrauber auszuleuchten. Und am frühen Morgen wurde Brandgeruch in der kultur.werk.stadt gemeldet. "Man hat gesehen, wie sich alle ganz toll eingebracht haben. Aber auch, wie anstrengend so ein Wochenende sein kann", bilanziert Hennecke.
Neustadt Ein Wochenende wie bei der Berufsfeuerwehr
Peter Tischer 13.09.2019 - 18:08 Uhr