Fährfahrten wieder im September?
Doch bevor es wieder losgehen kann, muss erstmal wieder mehr Wasser her. Schmidt hofft, dass es spätestens am 19. September wieder so weit sein könnte. Dann steht im nahe gelegenen Lehr- und Versuchsgut Köllitsch eine Bundesmeisterschaft im Leistungspflügen an. Das wäre ein Event, bei dem die Elbfähre gefragt wäre. "Man hofft ja, dass bis dahin ein paar Tropfen gekommen sind", sagt der 67-Jährige.
Die Fähre in Belgern ist nicht die einzige, die in diesem Sommer eine Zwangspause einlegen musste. Auch der Betrieb in Dresden war gestört. Nach Angaben der Dresdner Verkehrsbetriebe konnten mehrere Fähren nicht fahren. Das gleiche Bild gab es auch in Bad Schandau. Zuletzt sorgte dort Regen auch im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe für etwas Entspannung.
Rückkehr zur Normalität wird dauern
Laut Landeshochwasserzentrum wird der aktuelle Anstieg der Wasserführung aber nur von kurzer Zeit sein. "Mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität ist nicht zu rechnen", erklärte Bernhardt. "Eine längere nassere Episode kann die Grundwasserdürre nicht kurzfristig beenden." Am Pegel Torgau soll der Wasserstand der Elbe nach einem vorübergehenden Anstieg ab Freitag wieder zurückgehen.
Auch die erfahrenen Fährmänner in Belgern wissen, dass nichts schnell gehen wird. "Mit drei Tagen Regen ist es nicht getan", sagt Schmidt. Währenddessen beobachtet sein Kollege Schulte, wie oberhalb des Fähranlegers ein weißes Auto wendet. "Das wäre ein Kunde gewesen", sagt er.