Coburg - Wiebkes Mama ist verschwunden. Spurlos. Einfach weg. Von einem Tag auf den anderen. Sie wollte doch nur Urlaub in ihrer Heimat Grönland machen. Und Wiebke ist gerade mal acht Jahre alt. Sie leidet. Und findet zwölf Jahre später ein seltsames Tagebuch. Mit wenigen, kurzen Einträgen, in der Du-Form verfasst. Auf Grönländisch. Eine Sprache, die sie leider nicht versteht. Nur ihr mürrischer, alkoholabhängiger Vater, aus dem kaum ein Wort rauszubringen ist und der beharrlich über das Leben und Verschwinden ihrer Mutter schweigt, könnte übersetzen. Und er tut es. Widerwillig. Und rührt etwas in Wiebke an. Im Grunde ist diese eher unsicher, vorsichtig und nicht gerade spontan, doch sie muss nach Grönland und ihre Mutter suchen. Unbedingt und sofort.
Fantastische Sprachgewalt Coburgerin für Debütroman nominiert
Maja Engelhardt 18.06.2021 - 09:53 Uhr