NP-Firmenlauf So viele waren es noch nie

Mit über 2000 Läufern feiert der NP-Firmenlauf in Rödental einen neuen Rekord. Doch die persönliche Bestleistung war bei dem bunten Trubel eher eine Randnotiz.

 
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Ein Wettrennen zwischen Bürgermeister Marco Steiner, der Feuerwehr, ausgeflippten Küchengeräten und schmackhaften Tortenstücken hat Rödental wahrscheinlich auch noch nicht gesehen. Doch am Freitagabend konnten diese kuriosen Sportsfreunde beim großen NP-Firmenlauf bewundert werden. „Ich hoffe, dass ich vielleicht unterwegs noch eine Abkürzung finde“, lachte Steiner kurz vor dem Start auf dem Festplatz. „Der Neue Presse Firmenlauf war im vergangenen Jahr 2022 ein absolutes Highlight im Rödentaler Veranstaltungskalender. Deshalb freuen wir uns riesig, dass unsere Stadt auch in 2023 noch einmal Ausrichter dieses außergewöhnlichen Laufevents sein darf.“ Gegen 17.30 Uhr war es dann Zeit, ein letztes Mal die Schnürsenkel festzuziehen und den Schrittzähler zu nullen. Zum Aufwärmen folgte noch ein kurzes Aufwärmprogramm mit NP-Redaktionsleiter Christian Holhut. Der Neue Presse Firmenlauf erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit in der Region. Nachdem sich bereits im vergangenen Jahr 1500 Teilnehmer auf die rund fünf Kilometer lange Strecke gemacht hatten, konnte in diesem Jahr mit über 2000 Sportlern ein neuer Rekord erzielt werden. Da zeitgleich am Freitag auch das Herbstfest in Rödental anstand, wurde es in der Innenstadt am frühen Abend richtig voll.

Dann erfolgte endlich der langersehnte Startschuss durch Rene Glimbotzki. Gut gelaunt machten sich die Läufer in ihren kuriosen Verkleidungen auf die Strecke. Im Unterschied zu anderen Wettkämpfen stand dabei jedoch nicht die persönliche Bestleistung, sondern das bunte Gruppenerlebnis im Vordergrund. Auch am Wegesrand hatten sich zahlreiche Zuschauer versammelt, um ihre Freunde und Bekannte anzufeuern. Bei der Auswahl der Laufstrecke wurde extra darauf geachtet, dass die Runde leicht zu bewältigen ist. In Absprache mit der Stadt mussten jedoch kleinere Änderungen vorgenommen werden. Die Runde um das Schloss Rosenau muss leider entfallen. Der Start-Ziel-Bereich wurde ebenfalls verlegt, damit es beim Einlauf nicht zu Behinderungen an den Essensständen kommt. Fotowünsche ihrer Fans wurden von den verkleideten Sportlern gerne genutzt, um eine kleine Verschnaufpause einzulegen. „Ich hoffe, ich sehe nicht so verschwitzt aus, wie ich mich gerade fühle“, scherzte Daniel Bolt. Das Teilnehmerfeld zog sich etwas auseinander. Dafür gab es aber auch für alle Zuschauer viel zu bestaunen. Doch nicht nur regionale Firmen und Vereine haben sich den NP-Firmenlauf dick im Kalender angestrichen. So durfte in diesem Jahr erstmals auch das Arnoldgymnasium Neustadt am NP-Firmenlauf teilnehmen. Die Schule nutzte das Event als Startschuss zum „L.A.U.F. für Tansania“. Dabei handelt es sich um einen Spendenlauf zugunsten der Partnerschule in Tansania.

Nach rund zwanzig Minuten erreichten die ersten Läufer bereits das Ziel. Ausgepowert, aber glücklich. Unter tosendem Beifall wurden die Sportskanonen mit kalten Getränken versorgt. Und das war auch dringend notwendig, denn die Septembersonne zeigte sich an diesem Abend von ihrer besten Seite.

Zum Abschluss ging es dann für alle Teilnehmer zur großen Aftershowparty in das Festzelt. Dabei wurden auch gleich die ersten Laufmuffel überzeugt, im nächsten Jahr ebenfalls an der Startlinie zu stehen.

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