NP-Serie: Mein Garten Lebenselixier und Kraftquelle der Familie

Im Rahmen der Serie „Mein Garten“ hat die Neue Presse Elke und Michael Baer besucht. Ihr Rückzugsort in Neustadt ist ein wahres Idyll.

Neustadt bei Coburg - Neustadt Gärten spiegeln die Seele wider, sagen Elke und Michael Baer. Denn es gehe beim gärtnern nicht darum, den perfekten Garten zu schaffen, sondern darum, gärtnern als Lebenselixier, als Lebensphilosophie und Kraftquelle zu entdecken. „Ein herrlicher Garten entsteht dann ganz nebenbei“, meinen die beiden Naturliebhaber, „dabei wird er nicht angelegt, sondern er entsteht im Laufe der Jahre.“

40 Jahre ist es jetzt her, dass sie ihr Haus bezogen und zwei Kindern und mittlerweile zwei Enkeln ein Zuhause gegeben haben. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wissen Elke und Michael dieses Idyll zu schätzen, in dem „Gedanken schweifen, Entspannung, aber auch Inspiration gleichermaßen fließen und wir Ruhe und Erholung finden, unsere Kreativität fördern, aber es ist auch ein Ort, der uns an unsere Grenzen bringt, uns zu uns selbst führt.“

Man muss sich auf das Spiel mit der Natur, mit dem Garten einlassen und im offenen Buch der Natur lesen, dann offenbart er sich und gibt seine Schönheit, seine Atmosphäre preis. Diese fängt Michael Baer mit Pinsel und Palette ein und malt unter anderem auf Schiefer, kreiert leuchtende Aquarellbilder und hat immer seinen Skizzenblock parat. „Die Pflanzen, die wir brauchen, kommen zu uns in den Garten, so heißt es schon in den alten Kräuterbüchern unserer Vorfahren“, erzählt Elke Baer und verweist darauf, dass ein Garten nicht perfekt sein muss, dass zum Beispiel Thymian zwischen einem Steinbeet wuchern darf.

Achtsam gehen sie mit ihrem kostbaren Fleckchen Land um, in dem auch Insekten willkommen sind. Schmetterlingsstrauch, Lavendel und Indianernessel haben hier einen Platz gefunden und locken Bienen, Käfer und Schmetterlinge an. Das Ehepaar weiß, wie wichtig es ist, im Einklang mit der Natur zu leben, die einem immer wieder den Weg zeigt. Elke und Michael Baer sind dankbar dafür und wertschätzen ihren kleinen Garten Eden, wohlwissend, dass er dennoch Pflege braucht, denn sonst kümmern seine Pflanzen und Tiere und gehen zugrunde. Ein weiteres kostbares Gut wissen die beiden ebenfalls zu schätzen: Sie nehmen sich die Zeit dazu in ihrem Garten zu verweilen, denn was taugt das schönste Idyll, wenn man es nicht genießen kann.

 

Bilder