NP-Umfrage der Woche Braucht Coburg wirklich noch mehr Blitzer?

In Kürze erhält die Polizei Unterstützung von einer kommunalen Verkehrsüberwachung. Das bedeutet: viel mehr Kontrollen. Was halten Sie davon?

Eine Blitzanlage an einer Bundesstraße: In Coburg wird künftig vermehrt im Stadtgebiet die Geschwindigkeit gemessen. Foto: picture alliance/dpa (Symbolbild)

Coburgs Autofahrern stehen ungemütliche Zeiten bevor. Vor allem solchen, die sich nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten. In ein paar Wochen wird die Polizei beim Blitzen Unterstützung von einer Firma erhalten, die sich auf kommunale Verkehrsüberwachung des fließenden Verkehrs spezialisiert hat. Derzeit laufen letzte Abstimmungsgespräche mit der Stadt. Schon Mitte Mai soll es losgehen.

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Die Redaktion hat groß darüber berichtet. Seitdem wird in sozialen Medien heiß über das Thema diskutiert. Ein Christian Hoffmann beispielsweise schreibt auf Facebook „Bitte mehr auf der Stadtautobahn bei den erlaubten 50 blitzen. Da meinen immer welche, mit 70 oder 80 langknallen zu müssen.“ Domenico Federico ist offensichtlich anderer Ansicht und bringt das Thema auf einen einfachen Nenner: „Die Stadt Coburg braucht dringend Geld.“ Und Giacomo Matassa übt sich in Sarkasmus: „Brauchen die nicht zu machen, weil wir bald kein Auto mehr fahren werden mit solchen Benzinpreisen.“

Wo künftig Schwarz-weiß-Porträts mit Post von der Zentralen Bußgeldstelle drohen, ist noch unklar. Einige Tempo-30-Regelungen in der Stadt könnten aus rechtlichen Gründen möglicherweise sogar wegfallen. Fakt aber ist: Es wird unter dem Strich deutlich mehr Messstellen geben. 720 Stunden will die Stadt jährlich zusätzlich bei einem privaten Anbieter in Auftrag geben. Was in etwa eine Verdoppelung bedeuten würde.

Zwischen 180.000 und 230.000 Euro, so heißt es, dürfte das Ganze kosten. Ein Betrag, der natürlich erst einmal „hereingeblitzt“ werden muss. Viel mehr darf es allerdings nicht sein, weil rein fiskalische Interessen vom Gesetzgeber prinzipiell nicht erlaubt sind.

In unserer Umfrage der Woche wollen wir wissen, wie die Leser dazu stehen. Stimmen Sie ab. Außerdem können Sie mit anderen Leserinnen und Lesern in der NP-Community „Plural“ diskutieren, indem Sie auf den „Jetzt kommentieren“-Button oben klicken oder direkt auf plural.place gehen.