Die stetig steigenden Mieten haben das Armutsrisiko in der bayerischen Bevölkerung weiter erhöht: Mittlerweile gelten 18,1 Prozent – und damit rund 2,1 Millionen Menschen – auch aufgrund ihrer hohen Wohnkosten als armutsgefährdet. Diese Zahlen hat der Paritätische Wohlfahrtsverband in einer aktuellen, auf Daten des Statistischen Bundesamtes basierenden Studie ermittelt. „Die Mieten fressen die Einkommen“, heißt es aus dem Verband. Wohnen sei zum Luxus geworden, „und dies nicht nur im teuren München“. Die Studie zeige laut der Vorständin des Paritätischen in Bayern, Margit Berndl, deutlich, wie in ganz Bayern Wohnraumknappheit, ein unregulierter Mietmarkt und steigende Neubaukosten die Lage verschlimmerten. Im vergangenen Jahr lag die Wohnarmutsquote noch bei 16,3 Prozent.