Branchenkenner erzählen, es gehe wohl um hochwertige neue Autos von deutschen Herstellern in den USA, die wegen der nicht erfüllten Abgasnorm dort nicht mehr zulassungsfähig und damit weitgehend wertlos sind. Tausende solcher Fahrzeuge stünden in den USA. Solche Autos, wollen Insider wissen, würden in großem Stil in Amerika gekauft und in Länder wie Litauen, Estland oder Lettland verschifft. Von dort aus würden sie deutlich unter üblichen Marktpreisen in andere Länder, auch in die EU, verkauft. Mit den Originalpapieren aus den USA könne man aber in diesen Ländern nichts anfangen. An dieser Stelle, wird berichtet, kämen Mitarbeiter des Tüv ins Spiel. Sie sollen, wie es heißt, mit ihren Gutachten dafür gesorgt haben, dass die Autos trotz ihrer ungeklärten Abgasmenge eine ganz offizielle Zulassung in Europa erhalten können. Für solche Gutachten sei es nötig, die Autos persönlich zu besichtigen. "Das geht sogar weit über den Umfang einer normalen Hauptuntersuchung hinaus", erzählt ein Fachmann. Er sagt auch, dass die Prüfer wohl in den wenigsten Fällen die Autos, für die sie Gutachten erstellt haben sollen, gar nicht gesehen haben. "Wie auch? Die meisten dieser Fahrzeuge stehen ja nicht einmal in Deutschland."