Sie verkaufen demnach die Videos teuer oder verwenden sie gezielt, um die Reichweiten von Social-Media-Accounts zu vergrößern. Die erfolgreichsten, mittlerweile gelöschten Teufelsrad-Videos dieser Accounts hätten zusammen mehrere hundert Millionen Aufrufe, berichtete der BR kürzlich.
Betreiber: "Wollen nur eine friedliche Wiesn"
Die Betreiber kämpfen mit diversen Mitteln gegen solche Praktiken. Schilder warnen auf Deutsch und Englisch: Upskirting sei eine Straftat und werde zur Anzeige gebracht. An Besucherinnen werden kostenlos Radlerhosen verschenkt. Hunderte der Hosen seien es geschätzt seit dem vergangenen Jahr gewesen, sagte der Ehemann einer Betreiberin, Jan Polaczy, kürzlich. "Ich verurteile das, das ist Schweinerei", sagt er über das Upskirting. Aber: "Ich kann ja nicht jedem das Handy abnehmen."
An die 400 Menschen passen in die Arena des "Teufelsrades" - es herrscht ständiger Wechsel. Man könne auch nicht Aufnahmen auf privaten Handys kontrollieren. Und: "Ich kann dem Großvater nicht erklären, dass er seine Enkelin nicht fotografiert."
Zweimal habe man bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, die Verfahren seien aber eingestellt worden. "Wir wollen nur eine friedliche Wiesn. Das ist unser Geschäft." Das mache man gerne - aber diese neue Entwicklung mache keine Freude.