Peter Jakob ist in Neuhaus-Schierschnitz in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Dort hatte sein Vater eine Autowerkstatt, „ich bin zwischen Trabis groß geworden“, sagt er. Klar, dass auch er nach der Schule eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker machte, sein erstes eigenes Auto richtete er sich gleich mit 18 Jahren her – natürlich einen Trabi. „Den hatte ich von meiner Mutter übernommen. Mit 18 schon ein eigenes Auto, das war schon was damals, der Trabi war mein ganzer Stolz“, erinnert sich Peter Jakob. Inzwischen lebt er seit langem bei Coburg, doch seiner ersten großen Auto-Liebe ist er treu geblieben. Über zehn Trabis hat er über die Jahre gesammelt und wieder hergerichtet. Es sind alles unterschiedliche Modelle: vom Renn-Trabi bis hin zum Mädelsfahrzeug mit nachgerüstetem Schiebedach. Sein Lieblingsstück ist der Trabant P60 mit 600 Kubik und 26 PS. Das Auto gehörte einem ehemaligen Nachbarn seiner Eltern in Thüringen, Jahrgang 1913. „Er wohnte am Berg und ist das Auto im Winter nicht gefahren, darum hatte es keinen Rost“, sagt Peter Jakob. Später stand der Trabant lange teilzerlegt in einer Garage und wartete darauf, dass jemand ihm wieder Leben einhauchen würde. So wurde er dann Jakob zum Kauf angeboten. „Und bei dem Modell musste ich gleich zuschlagen“, sagt er rückblickend. Schließlich ist es ein Trabi der De-luxe-Klasse mit Zierleiste und Sonderausstattung.