Seit mehr als einer Woche liegt der rund zwölf Meter lange Wal vor Wismar. Er ist vermutlich krank und verletzt. Ein Expertenteam war am Vormittag erneut mit einem Schlauchboot zum Wal gefahren, um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen, wie ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums bestätigte. Taucher hätten zudem geprüft, ob das Tier seine Lage verändert hat oder weiter in den Ostseeboden eingesunken ist.
Minister: Konzept zur Bergung steht
Das Konzept für eine spätere Bergung steht nach den Worten von Backhaus. "Das Konzept ist fertiggestellt, das ist in der Endabstimmung", sagte er. Die Bergung müsse zwei Tage vorbereitet werden und würde dann einen Tag dauern. Backhaus betonte: "Die Würde dieses Tieres werden wir sehr genau beobachten und beachten." Wann geborgen werden soll, ist bislang nicht bekannt. Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark stünden dafür unter Vertrag.
Bei der Bergung seien Schiffe und Hebezeuge dabei, sagte Backhaus. "Man muss ihn ja irgendwie rauskriegen." Mit Blick auf die Frage, ob man das Tier erlösen könne, sagte Backhaus: "Die Option ist, das Tier in Ruhe zu lassen."
Backhaus brachte zudem die Koordination der Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachen für derartige Fälle ins Spiel. Er sei dazu im Gespräch mit dem Havariekommando. Der nächste Wal werde kommen, sagte der Minister.