Papst Franziskus Trauer im Bistum Würzburg

Auch im Bistum Würzburg trauert man um Papst Franziskus. Als einen „Mahner im franziskanischen Geist“ rühmt ihn Bischof Franz Jung.

Bischof Franz Jung betet in Würzburg für den verstorbenen Papst. Foto: pow/Markus Hauck

Kurz nach dem Tod von Papst Franziskus am Ostermontag, 21. April, hat in allen Kirchen des Bistums Würzburg ein 15-minütiges Trauergeläute stattgefunden. Wenig später hat sich der Würzburger Bischof Franz Jung zum Tod des Papstes geäußert. Franziskus habe – als erster Lateinamerikaner auf dem Stuhl Petri – „ wie kaum ein anderer Papst der jüngeren Zeit mit seiner unkonventionellen Art der Kirche viele Anstöße zur Weiterentwicklung und geistlichen Erneuerung gegeben“, so Bischof Franz Jung. „Ganz im Sinne seines großen Namenspatrons wollte er die Kirche von aller Selbstbezüglichkeit befreien. Fest gegründet im Glauben sollte sie vielmehr im Geist des heiligen Franziskus ‚an die Ränder gehen’, um Christus in den Armen dieser Welt zu begegnen.“ Franziskus selbst dürfe „als der Papst bezeichnet werden, der an die Ränder ging“, so der Würzburger Bischof.

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Als Mahner sei er nicht müde geworden, im franziskanischen Geist daran zu erinnern, dass alle Menschen in Christus Schwestern und Brüder seien. Bischof Jung: „Das franziskanische Schöpfungslob war ihm Aufforderung, das ‚gemeinsame Haus der Erde’ pfleglich zu behandeln und die Herausforderungen der Klimakrise in einer gemeinsamen Anstrengung aller zu meistern.“ Seine Neuerungen seien nicht doktrinärer Art gewesen, „zumal er sich selbst eher als Seelsorger verstand und nicht als theologischer Lehrer“. Seinem Nachfolger habe Franziskus damit ein weites Betätigungsfeld überlassen.

Trauerbeflaggung bis zum Begräbnistag

Bischof Franz Jung, der selbst von Papst Franziskus seinerzeit zum Bischof ernannt worden war – hatte am Mittag im Würzburger Kiliansdom eine Kerze für den verstorbenen Papst entzündet und für ihn gebetet. Wie der Pressedienst des Ordinariats mitteilt, haben alle Kirchen und kirchlichen Gebäude des Bistums Würzburg bis zum Begräbnistag Trauerbeflaggung zu zeigen. Bischof Franz Jung wird am Freitag, 25. April, um 17.30 Uhr einen Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Papst Franziskus im Würzburger Kiliansdom feiern.

In allen Pfarr-, Kuratie- und Fillialkirchen sowie in Klosterkirchen im Bistum Würzburg ist nach Angaben der Diözese eine Eucharistie zum Gedenken an Papst Franziskus zu feiern. Die örtlichen Behörden, Kirchenverwaltungen, Gemeindeteams, katholischen Verbände, Vereine und kirchlichen Organisationen sollen zu diesen Gottesdiensten eingeladen werden.