Nach dem Vorbild Frankreichs bedeute das für jeden Passagier im Privatjet eine Abgabe von 420 Euro innereuropäisch und bis zu 2.100 Euro bei internationalen Flügen, rechnen die Grünen vor.
Ein Dauerstreitthema hatten die Grünen bereits zum Auftakt abgeräumt: Die gesetzlichen Krankenkassen sollen homöopathische Behandlungen künftig nicht mehr erstatten. Das Deutschlandticket soll nach dem Willen der Partei wieder neun Euro pro Monat kosten. Die Gasförderung vor der Insel Borkum will die Partei stoppen.
Steuereinnahmen aus Immobilienverkaufsgewinnen
Eine Mehrheit findet auch ein Vorschlag zu Schließung von "Gerechtigkeitslücken im Steuersystem". Er sieht unter anderem vor, die zehnjährige Spekulationsfrist beim Verkauf von Immobilien abzuschaffen. Nach geltender Rechtslage sind Gewinne aus Immobilienverkäufen steuerfrei, wenn sie mehr als zehn Jahre nach dem Erwerb verkauft werden. Die Grünen wollen Immobilien wie andere Kapitalerträge besteuern. Die geltenden Ausnahmen für selbst bewohnte Immobilien sollten aber beibehalten werden.
Ganz viel Wind
Auch wenn sich inhaltlich manches verschiebt - Parteitraditionen wollen gepflegt werden. Bei der nächtlichen Party in einem Saal auf dem Messegelände legt die Co-Vorsitzende, Franziska Brantner, auf - wie schon ihr Vorgänger Omid Nouripour. Einige Delegierte packen während der Debatten Strickzeug aus.
Rednerinnen und Redner bemühen eifrig die liebste Wetter-Metapher der Grünen. Mal heißt es, "der Wind bläst uns ganz schön ins Gesicht", mal werden Parteifreunde gelobt, die "im Wind stehen" oder viel "Gegenwind" aushalten müssen. Fest steht: Die Grünen sehen sich in stürmischen Zeiten.