Partnerschaften Söder reist mit Fraktion nach Athen: Energie im Fokus

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Markus Söder besichtigt in Griechenlands Hauptstadt Athen die Akropolis. Foto: Jörg Koch/Bayeriches Finanzministerium/dpa/Archivbild

Vier Tage gastiert ein Teil der CSU-Landtagsfraktion mitsamt Ministerpräsident Söder in Griechenland. Der Regierungschef hofft dabei auf neue Partnerschaften für die Gas- und Stromversorgung.

München/Athen (dpa/lby) - Gemeinsam mit rund 50 Mitgliedern seiner Landtagsfraktion reist CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch nach Griechenland. "Das Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten ist für mich besonders wichtig. Ich kenne ihn seit langer Zeit", sagte Söder am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München.

Neben den vielfältigen kulturellen und menschlichen Beziehungen wollen wir einen Energiedialog beginnen", betonte Söder. Griechenland baue im Hafen von Alexandroupolis ein Flüssiggas-Terminal. "Möglicherweise gibt es gemeinsame Potenziale für erneuerbare Energien und für Flüssiggas, das dann über Pipelines auch in Bayern nutzbar wäre."

Söder betonte, dass angesichts der aktuellen Lage mit hohen Energiepreisen und Sorgen um die künftige Versorgungssicherheit "alle Optionen" genutzt werden müssten, um "Bayerns Südrouten" zu stärken. "Alles, was südlich und südöstlich von Bayern liegt, ist relevant. Wir haben dabei eine Brückenfunktion für ganz Deutschland."

Generell sei für ihn wichtig: "Für eine sichere Energieversorgung müssen wir alle Potenziale nutzen." Das gelte auch für gemeinsame Energieprojekte mit anderen Ländern. "Es wäre beispielsweise auch überlegenswert, ob man einen gemeinsamen Solarpark für eine gemeinsame Stromproduktion auf den Weg bringen könnte", sagte Söder.

Neben Mitsotakis am Donnerstag will die CSU-Fraktion auch Staatspräsidentin Katherina Sakellaropoulou und Parlamentspräsident Konstantinos Tasoulas treffen. Geplant ist bei der viertägigen Reise unter anderem auch ein Besuch des Flüchtlingslagers in Attica.

"Das Verhältnis zwischen Bayern und Griechenland war traditionell immer sehr gut", sagte Söder. Während der Euro-Krise sei es zwar etwas herausgefordert gewesen, aber das habe sich wieder entspannt - "gerade auch, weil die neue Regierung einen soliden und seriösen Finanzkurs fährt".

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