Vergangene Woche war im Staatsforst „Kitschenrain“ bei Troschenreuth ein toter Jungwolf gefunden worden. Eine Zeugin hatte das Tier entdeckt und die Polizei verständigt. Wie Frank Pirner, Leiter des Forstbetriebs Pegnitz, sowie Sebastian Bäumler, Wolfsbeauftragter bei den Bayerischen Staatsforsten in Pegnitz, sagen, handelt es sich um einen Welpen aus diesem Jahr, der vermutlich erschossen wurde. „Anhand des Verwesungszustandes kann gesagt werden, dass der Kadaver schon einige Tage am Fundort lag“, so Bäumler, „auch die Verletzung war schon etwas älter.“ Hierbei handele es sich um einen massiv zertrümmerten Vorderlauf. Das Tier sei nicht zugewandert, sondern stamme aus der Gegend. „Welpen laufen in einem Umkreis von etwa acht Kilometern“, so der Wolfsbeauftragte. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt hat die Polizei den Kadaver sichergestellt. Wie bei tot aufgefundenen Wölfen üblich, erfolgt nun eine Untersuchung im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Die Ergebnisse der Untersuchung fließen in die weiteren Ermittlungen der Polizei Pegnitz und der Staatsanwaltschaft Bayreuth ein. Auch die höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Oberfranken ist über das Wolfsmanagement in den Fall eingebunden. Dies werde einige Zeit in Anspruch nehmen, auch wenn der Fall priorisiert werde, da die Polizei schon eingeschaltet sei. Wie Pirner ergänzt, werde nun untersucht, ob es sich um ein bleifreies oder bleihaltiges Geschoss gehandelt hat.
Polizei untersucht Geschoss Vorderlauf von Kitschenrainer Wolfswelpe massiv zertrümmert
Frauke Engelbrecht 20.10.2025 - 19:00 Uhr