Pfarrweisach Lichternacht im Mais-Labyrinth

Simon Albrecht und

Auf einer Fläche von sechs Hektar hat Familie Rügheimer in Pfarrweisach ein Labyrinth im Maisfeld errichtet. Der Irrgarten kommt bei den Besuchern so gut an, dass es am Samstag eine ganz besondere Aktion gibt.

So könnte das Maisfeld bei Pfarrweisach Samstagnacht aussehen. Dieser Tage wurden nachts schon einmal getestet, wie unser Bild zeigt. Im Irrgarten-Ziel wartet eine Eierlikör-Bar auf die Gäste. Foto: Hannes Rügheimer

Seit Ferienbeginn erfreut ein ganz besonderes Feld Kinder und Familien im Haßbergkreis und darüber hinaus: Auf einem Acker mit einer Fläche von sechs Hektar haben Roland und Hannes Rügheimer vom Vier-Burgenblick-Hof in Rügheim bereits im Frühjahr angesät und ernten nun Begeisterung – ihr Maislabyrinth ist ein großer Erfolg. Aufgrund des großartigen Erfolgs hat sich die Familie entschlossen, am Samstag, 13. August, die Bevölkerung zu einer „Lichternacht im Maislabyrinth“ einzuladen. „Weil es einen Tag nach dem kalendarischen Vollmond ist, dürfte es nachts ziemlich hell sein“, hofft Roland Rügheimer. Um 17 Uhr geht’s los, und um 18 Uhr beginnt eine Schatzsuche für die kleinen Besucher. Den Abend über gibt es Grillbratwürste und Getränke. Wenn sich der Tag verabschiedet hat, werden in dem Labyrinth 30 Solarlichter und ebensoviele Leucht-Luftballons das Gelände illuminieren. „Das kann dann schon ein bisschen gruselig sein“, ist sich Rügheimer sicher. Im Irrgarten-Ziel mit dem Gerüstturm wartet auf die Gäste eine Eierlikör-Bar. Der Eintritt für die Lichternacht ist frei; Spenden, um den finanziellen Aufwand des Projekts ein klein wenig zu „deckeln“, nimmt die Familie gern entgegen.

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1. Worum geht es bei dem Mais-Labyrinth?

Mithilfe einer GPS-gesteuerten Saat hat Landwirt Roland Rügheimer gemeinsam mit seinem Sohn Hannes Ende April ein Maisfeld in Labyrinth-Form angesetzt. Pünktlich zu Ferienbeginn war der Mais Anfang August so hoch gewachsen, dass der Irrgarten durchwandert werden kann. Zwar kommt er wegen der anhaltenden Dürre mit etwa zwei Metern auf eine wesentlich geringere Höhe als sonst (normal sind etwa vier Meter), doch gerade für Kinder ist das natürlich ausreichend. Für den Gang durchs Labyrinth sollte etwa eine halbe Stunde Zeit eingerechnet werden. Und keine Sorge, den Weg heraus findet jeder – zur Not mit einer kleinen Hilfe: Im Labyrinth gibt es sechs Orientierungspunkte mit gedruckten Hinweisen; diese können aufgeklappt werden und zeigen die Wegführung nebst aktuellem Standort. In der Mitte des Labyrinths steht außerdem ein Turmgerüst, von dem aus das Areal überblickt werden kann.

2. Wo steht das Feld?

Das Mais-Labyrinth befindet sich südwestlich von Pfarrweisach beim Vier-Burgenblick-Hof der Familie Rügheimer (von der Hauptstraße ab über die Bahnhofstraße erreichbar). Von Pfarrweisach aus ist es zu Fuß über den Friedrich-Rückert-Weg in etwa einer Viertelstunde gut zu erreichen. Bei einer Anfahrt mit dem Auto müssen Besucher von Ebern kommend der B 279 bis Pfarrweisach folgen, dort rechts Richtung Lichtenstein fahren und dann der Beschilderung folgen. Bei der Kreuzung geht es rechts weg Richtung Lichtenstein und nach 200 Metern links ab in einen Feldweg. Wer aus Richtung Maroldsweisach und Coburg kommt, muss in den kommenden Wochen wegen der Neu-Asphaltierung der B 279 noch mit Straßensperrungen und Umleitungen rechnen.

3. Wann ist das Labyrinth geöffnet?

Das Mais-Labyrinth hat keine festen Öffnungszeiten und kann jederzeit, Tag und Nacht, sieben Tage die Woche, besucht werden. Stehen bleiben soll der Mais bis Oktober – theoretisch. Normalerweise wird der Mais dann gedroschen und aus den Körnern das Futter für die 13 000 Freilandhennen am „Vier-Burgenblick-Hof“ hergestellt. Doch wegen der Hitze und der anhaltenden Trockenheit wurde der Mais in manchen Regionen bereits gehäckselt, auch beim Maisfeld der Rügheimers ist noch nicht sicher, wie lange das Wetter mitspielt.

4. Was kostet der Spaß?

Für die Besucher ist der Gang durchs Labyrinth kostenlos, die Rügheimers hat der Irrgarten einiges gekostet. Zum einen fehlt den Landwirten die Ausgleichszahlung über die sonst mögliche Flächenförderung – schließlich fällt durch die angelegten Wege einiges an Flächen weg. Zum anderen sind für die Gestaltung natürlich Kosten angefallen. Ein freiwilliger Betrag in Höhe von zwei bis drei Euro pro Person, um die Kosten zu decken, ist also gern gesehen. Am Eingang ist auch ein Behälter für gekühlte Getränke aufgestellt. Die Familie hat dafür eine Vertrauenskasse aufgestellt.