Gratis in Pfarrweisach Orientierungslauf durchs Maislabyrinth

Simon Albrecht

Zusammen mit seinem Sohn Hannes hat Roland Rügheimer in Pfarrweisach ein Maislabyrinth gestaltet. Der Eintritt für alle Bürger ist ist frei

Zugegeben: die Idee ist nicht neu – doch bisher einmalig in der Gemeinde Pfarrweisach, das Maislabyrinth südwestlich von Pfarrweisach. Auf einem Acker mit einer Fläche von sechs Hektar haben Roland und Hannes Rügheimer vom Vier-Burgenblick-Hof im Frühjahr das Feld angesät und laden jetzt die Bevölkerung ein, im Maislabyrinth zum Mittelpunkt zu kommen – und das Tag und Nacht, an sieben Tagen die Woche.

Das Feld ist aus Richtung Ebern kommend ausgeschildert: auf der B 279 bei der Kreuzung nach Kraisdorf rechts weg Richtung Lichtenstein und dann linkerhand über einen Feldweg zum Ziel. Wer denkt, dass es ein Hobby ist, das aus Langeweile entstanden ist, befindet sich auf dem Holzweg.

Das Projekt setzt eine lange Planung voraus, erklärt Hannes Rügheimer. Zuerst musste eine spezielle Software-Firma anhand von Drohnenbilder des Ackers die Wege programmieren. Ein Fahrzeug aus Hannes‘ ehemaligen Ausbildungsbetrieb in Mittelfranken hat dann das Säen übernommen. Mittels GPS-gesteuertem Traktor und der Sämaschine ist der Mais am 25. April gesät worden - „und das alles über Kreuz“, ergänzt Vater Roland. Das heißt, die gesäten Reihen laufen nicht in zwei, sondern in vier Richtungen. Und in der Mitte des Labyrinths steht ein Turmgerüst, von dem aus das gesamte Areal überblickt werden kann. Und dass es finanziell ins Geld ging, informiert Vater Roland bei einem Pressetermin. Da ist zum einen die fehlende Ausgleichszahlung über die Flächenförderung, weil durch die angelegten Wege einiges an Flächen wegfällt, zum anderen die Kosten für die Programmierung, für das Säen und für das Leihgerüst. „Alles in allem kommen da locker 3000 Euro zusammen, rechnet Roland Rügheimer vor. Deshalb ist am Eingang zum Labyrinth eine Spendenbox aufgestellt. Der Eintritt ist frei und es gibt gekühlte Getränke. Für den Besuch des gelungenen Irrgartens soll etwa eine halbe Stunde eingeplant werden. Und wer sich vor mit der Orientierung schwer tut: Im Labyrinth gibt es für die Besucher insgesamt sechs Orientierungspunkte; diese können leicht und unkompliziert aufgeklappt werden und zeigen die Wegführung nebst aktuellem Standort.

Für die Familie Rügheimer ist der Maisanbau entscheidend, so steht es in der Beschreibung zum Labyrinth, weil aus den Körnern das Futter für die 13 000 Freilandhennen hergestellt wird.

 

Bilder