Pfingstkongresse CC setzt sich gegen Hannover-Messe durch

Der Convent in Coburg kann nicht durchgeführt werden. Jetzt sicherte sich der Coburger Convent die Messehallen von Hannover als Ausweich Foto: Henning Rosenbusch

Die Absage ist nicht rechtens, urteilt das Oberlandesgericht Celle. Die Messeleitung hatte die „weltanschauliche Einstellung einiger CC-Mitglieder“ kritisiert und den Vertrag aufgekündigt.

Coburg - Für den Coburger Convent ist jetzt der Weg frei, damit er an Pfingsten einen eintägigen Kongress in den Messehallen von Hannover abhalten kann. Das Oberlandesgericht Celle entschied am 9. März, dass die Deutsche Messe AG nicht von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen kann und die Präsenzveranstaltung durchführen muss. Hintergrund: Im Dezember 2020 hatte der Coburger Convent mit der Messe AG einen Vertrag abgeschlossen. Die Messehallen der niedersächsischen Landeshauptstadt sollten als Ausweich-Tagungsort für die Mitglieder des AHCC dienen, weil die Verantwortlichen des Convents das Pfingsttreffen in Coburg Corona bedingt abgesagt hatten. Am 19. Januar flatterte dem CC dann eine unerwartete Absage ins Haus. „Der Coburger Convent wird nicht auf dem Messegelände in Hannover stattfinden“, erklärte damals Onuora Ogbukagu, der Leiter der Unternehmenskommunikation der Deutschen Messe AG, gegenüber der Neuen Presse. Begründet wurde die Absage mit der weltanschaulichen Einstellung einiger CC-Mitglieder. Wörtlich hieß es in der Presseerklärung aus Hannover: „Die Weltanschauung einzelner Gruppierungen im Coburger Convent widersprechen zutiefst den Werten und der Haltung der Deutschen Messe. Wir sind ein weltoffenes Unternehmen, ein internationaler Marktplatz für sämtliche Kulturen und stehen daher für Vielfalt und Gleichberechtigung.“

Dagegen ging der CC dann juristisch vor. Das OLG Celle entschied nun, dass die Absage nicht aufrechterhalten werden könne. Damit steht nun der Mitgliederversammlung am 5. Juni nichts mehr im Wege. Die inhaltlichen Gründe für die Absage waren von dem Gericht nicht geprüft worden, wie CC-Pressesprecher Martin Vaupel in einer ersten Stellungnahme sagte.

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