Podcast-AG an der FOS/BOS Coburg Hier gibt’s was auf die Ohren

Seit diesem Schuljahr existiert an der FO7SBOS eine Podcast-AG. Schüler sprechen für Schüler. Und das höchst unterhaltsam.

Mit Mikro, Laptop und Smartphone am Arbeiten: die Podcaster der FOS/BOS beim Erstellen einer Folge. Foto: FOSBOS/Joshua Christenn

Sie plaudern ganz locker in cooler Sprache über Dating-Apps, machen sich Gedanken über Halloween und Weihnachten, stellen die „Frage des Monats“, greifen aktuelle Themen auf und haben jede Menge Spaß dabei: Seit Beginn dieses Schuljahres treibt eine witzige Podcast-AG ihr audio-technisches Unwesen an der Coburger FOSBOS.

Nach der Werbung weiterlesen

Die Idee entstand eher zufällig aufgrund einer kleinen Veräppelung, wie Leiter, Lehrer Joshua Christenn amüsiert erzählt. Einer seiner Schüler sei einmal zu spät gekommen und habe als Grund angegeben, eine Podcastfolge gedreht zu haben. „Das hat nicht gestimmt, aber ich dachte mir, das wäre ja gut“, so Christenn, „und dann ging es wirklich schnell.“ Die AG wurde eines der FOSBOS-Wahlfächer und bereits im Dezember stand die erste Folge des „Plattencast“ online, abrufbar bei Spotify über die Homepage der Schule. Mittlerweile sind es drei Sequenzen zwischen 21 und 35 Minuten, die das rund zehnköpfige Team ohne große Lehrerhilfe eingespielt hat.

Das Logo des „Plattencast“. Foto: Screenshot/Homepage FOSBOS

„Das hat so eine Eigendynamik entwickelt, das ist echt cool“, lobt Joshua Christenn, „auf Instagram sind wir bald vertreten und Furkan bastelt sogar an einer eigenen Website.“ Der Schüler der sogenannten Vorklasse möchte eine schöne Übersicht gestalten und eine fast vollständige Automatisierung erreichen, „ja, es ist viel Arbeit“, meint er, „aber ich komme klar und habe auch schon Erfahrung in dieser Richtung, „es macht mir Spaß.“ Große Anerkennung gibt es von seinen Mitschülerinnen Sophie und Joy, „Furkan ist nicht nur sehr redegewandt und moderiert deshalb den ,Plattencast‘ an, sondern ist auch ein sehr guter Cutter.“

Regelmäßige Deadlines mit neuen Folgen planen die Jugendlichen nicht. „Und gerade das ist auch entspannend“, formuliert es Sophie, „wir sammeln Ideen im Brainstorming, besprechen uns und dann nehmen wir das Mikro in die Hand und los geht’s.“ Ohne Druck und auch mal von zu Hause aus. „Es kommt auf die Themen an, wie lange wir für einen Podcast brauchen, mal ist mehr Recherche vonnöten, mal weniger“, erklären sie und Joy. Für die bisherigen Folgen waren es im Schnitt drei bis vier Wochen an Arbeitszeit, die die Schüler investiert haben. Mit Joshua Christenn eher in der Unterstützerrolle: „Ich berate eigentlich nur ein bisschen und bringe ab und an ein paar Ideen ein, aber ansonsten macht die Truppe das komplett alleine.“

Waren es bis jetzt auch zahlreiche Jahreszeit- und Feiertagsbezogene Themen, so möchten sich Furkan, Robert, Ester, Doga, Joy, Sophie, Simon, Justin, Tim, Jonathan und Aurelia in Zukunft eher anderen Bereichen widmen. „Wir möchten bei den Trends dabei sein, die Schüler interessieren“, formuliert es Furkan.