Im September 2015 bezeichnete der frühere Bundesinnenminister und langjährige CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Friedrich die Aufnahme von Flüchtlingen aus Ungarn als „eine beispiellose politische Fehlleistung“. Die Entscheidung der Bundesregierung werde „verheerende Spätfolgen“ haben. Angesichts der Flüchtlinge, die sich „unkontrolliert und unregistriert durch Deutschland und Europa“ bewegten, müsse man feststellen: „Wir haben die Kontrolle verloren.“ Wie blickt der Mann, der gebürtig aus Naila stammt, bald zehn Jahre später auf seine Einschätzungen zurück? „Ich stehe voll umfänglich heute zu diesen Aussagen“, sagt Friedrich dieser Redaktion.