Polizei warnt Online-Betrüger ergaunern 1000 Euro

Am Dienstag wurde eine 43-Jährige aus Zeil am Main das Ziel von Betrügern. Die Frau bot zuvor über Kleinanzeigen ein Produkt zum Kauf an und wurde von dem angeblichen Interessenten betrogen.

Die Haßfurter Polizei ermittelt bereits in mehreren ähnlichen Fällen. (Symbolfoto) Foto: Monika Skolimowska/dpa

Am Dienstag inserierte eine 43 Jahre alte Frau ein Produkt auf Kleinanzeigen. Hierauf meldete sich ein angeblicher Kaufinteressent. Der Unbekannte schickte der Frau eine E-Mail mit einem Link, der zu einer fiktiven PayPal-Website führte. Die Frau gab ihre Zugangsdaten ein und kurz darauf wurde ihr Konto mit ungefähr 1000 Euro belastet, wie die Polizei am Donnerstag mitteilt. 

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Die Haßfurter Polizei ermittelt bereits in mehreren gleich gelagerten Fällen und sieht eine neue Masche. Die Ermittler wenden sich nun an die Bevölkerung und wollen die Menschen aufklären.

Betrugsmasche auf Kleinanzeigen

Verkäufer aufgepasst bei Zahlungs-Links. Derzeit gibt es eine neue Betrugsmasche, die vor allem Verkäufer auf Online-Plattformen wie Kleinanzeigen betrifft. Bei dieser Masche nehmen Betrüger Kontakt zu Verkäufern auf, die dort Produkte zum Verkauf anbieten. Sie zeigen Interesse an den Angeboten und kommunizieren mit den Verkäufern. Im weiteren Verlauf schicken die Betrüger oft einen Link oder QR-Code per E-Mail, mit dem angeblich die Bezahlung erfolgen soll – manchmal wird behauptet, die Zahlung könne über eine bekannte Plattform oder einen Zahlungsdienst wie PayPal abgewickelt werden.

Wenn das Opfer auf den Link klickt, wird es auf eine täuschend echte, aber gefälschte Webseite weitergeleitet. Dort werden die Zugangsdaten des Nutzers abgefragt, die dieser gutgläubig eingibt. Kurz darauf erfolgt meist eine unrechtmäßige Abbuchung von einem Konto oder eine andere Form des Datenmissbrauchs. Diese Masche ist ein Beispiel für Datenphishing, bei dem Betrüger versuchen, sensible Informationen zu stehlen, um anschließend finanziellen Schaden anzurichten. Eine Zwei Stufen Authentifizierung schützt vor diesem Betrug nicht.

Durch eine geschickte Weiterleitung schafft der Täter das Opfer, ihm den Zugriff zu gewähren und belastet das Nutzerkonto umgehend.

Wichtig: Nicht jeder Link ist gefährlich – aber Vorsicht ist geboten

Gerade Verkäufer sollten bei Links/QR-Codes zur Zahlungsabwicklung besonders aufmerksam sein. Seriöse Zahlungsdienste wie PayPal oder die Kleinanzeigen-Plattform selbst fordern nicht dazu auf, externen Links zu folgen, um Zahlungen zu empfangen. Die Polizei empfiehlt:

  • Keine Zugangsdaten auf Seiten eingeben, die über externe Links erreichbar sind.
  • Die Internetadresse (URL) genau prüfen – insbesondere auf Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Zeichen.
  • Im Zweifel direkt über die offizielle App oder Website des Zahlungsdienstleisters einloggen, statt einem Link zu folgen.