Polizei warnt vor Betrug Angebliche Arbeiter fordern horrende Summe für Reinigung

Sie kamen zum Reinigen der Dachrinne. Am Ende forderten sie von einem Mann aus Unterfranken sogar Wertgegenstände, um die viel zu hohe Rechnung zu begleichen.

Die Handwerker nannten in Bad Königshofen erst einen Preis für die Dachrinnenreinigung, dann wollten sie plötzlich das Achtfache. Die Polizei warnt vor den Betrügern. Foto: unsplash.com / Jon Sailer (Symbolbild)

Die unterfränkische Polizei hat einen Vorfall vom Montag zum Anlass genommen und vor unseriösen und oft betrügerischen Handwerkern gewarnt. Im vorliegenden Fall erledigten vermeintliche Handwerker Arbeiten an einem Haus und forderten danach ein Vielfaches des vereinbarten Preises. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und rät zur Vorsicht.

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Arbeiter“ wollen sogar Wertgegenstände mitnehmen

Gegen 12 Uhr sprach eine Gruppe angeblicher Handwerker in Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld) am Montag einen Hausbesitzer im Saalweg an. Die Männer boten an, seine Regenrinnen unkompliziert und zu überschaubaren Kosten zu erneuern. Der Mann willigte ein, die Gruppe erledigte die Arbeiten.

Nach Abschluss verlangte der Chef der Truppe das Achtfache des vereinbarten Betrags. Danach drangen die Männer auf sofortige Zahlung. Einer von ihnen begleitete den Geschädigten sogar zur Bank, um das Geld direkt entgegenzunehmen. Dort hob der Mann 1.000 Euro ab und übergab damit nur einen Teil der Gesamtforderung.

Als die Männer den Hauseigentümer nach Wertgegenständen fragten, drohte er damit, die Polizei zu rufen. Daraufhin seien der Chef der Gruppe und seine Mitarbeiter geflohen, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein und sucht Zeugen. Die fünf gesuchten Männer waren mit einem weißen Mercedes Sprinter mit Münchner Kennzeichen unterwegs. Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Königshofen unter Tel. 09761/906-0 entgegen. Die Polizei warnt zudem vor solchen Betrugsmaschen.

Unseriöse Handwerker – was tun?

Die Betrugsmasche
Unseriöse Handwerkerleistungen werden nach Erfahrung der Polizei auf unterschiedliche Weise angeboten. Immer wieder gehen Anzeigen zu Haustürgeschäften ein, bei denen Anbieter Anwohner überrumpeln. Teilweise versuchen sie auch mit Zeitungsinseraten oder Prospekten, einen seriösen Eindruck zu erwecken. Kommt ein Auftrag zustande, erledigen sie Arbeiten oft nicht vollständig oder nicht fachgerecht. Einige Anbieter verfolgen offenbar das Ziel, mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld zu verdienen.

Tipps der Polizei
Auch wenn nicht zwangsläufig eine Straftat vorliegt, rät die Polizei bei Angeboten für Reinigungs- oder Reparaturarbeiten auf dem Dach oder im Außenbereich eines Grundstücks zur Wachsamkeit. Sie empfiehlt, sich nicht von vermeintlich günstigen Angeboten oder aufdringlichen Werbern überrumpeln zu lassen. Zudem rät sie, sich frühzeitig nach der Seriosität von Handwerkerfirmen zu erkundigen und sich gegebenenfalls mit Nachbarn, Verwandten oder Bekannten zu beraten. Vor einer Auftragserteilung sollte ein detaillierter Kostenvoranschlag verlangt werden. Wird er verweigert, kann das ein Hinweis auf mangelnde Seriosität sein. Im Zweifel sollte die Polizei verständigt werden.