So versucht von der Leyen, es allen irgendwie Recht zu machen. Das zeigt der Streit über den Titel ihres designierten Vizepräsidenten zum "Schutz der europäischen Lebensweise". Der Name sagt ja eigentlich fast nichts. Aber dass darunter auch Migration fallen soll, umgarnt jene, die meinen, Europa solle eher weniger als mehr Flüchtlinge aufnehmen - und treibt Sozialdemokraten, Liberale, Grüne und Linke im Europaparlament auf die Barrikaden. Die Kritiker fordern, dass entweder der Titel geändert wird oder die Zuständigkeit. Sonst werde man die neue Kommission nicht unterstützen können, schrieb die sozialdemokratische Fraktionschefin Iratxe García Pérez an von der Leyen. Deren eigene Parteienfamilie EVP sieht kein Problem. "Ich gehe davon aus, dass es so bleibt", sagt der Chef der CDU/CSU-Abgeordneten, Daniel Caspary.