Es war ein Schock für die Patienten im Raum Burgpreppach: Die örtliche Hausärztepraxis kündigte am Mittwochabend (25. Januar) ihre Schließung an – „bis auf Weiteres“ und „aus gesundheitlichen Gründen“, wie es hieß; Patienten wurden an die umliegenden Hausärzte, den ärztlichen Bereitschaftsdienst und in dringenden Notfällen an die Leitstelle Schweinfurt verwiesen (die Neue Presse berichtete). Dadurch wolle man die Gemeinde bei ihrem „Denkprozess unterstützen“, hieß es in dem Facebook-Beitrag außerdem, in dem das Ärztepaar auch konkrete Vorwürfe formuliert: die Verschleppung von Praxis-Neubau-Plänen, Mitverschuldung von Teuerungen sowie generell unakzeptable Lösungen. Auch wenn die Hausärzte nun zurückgerudert sind, in einer Bearbeitung ihres Facebook-Beitrages am Freitag die Vorwürfe relativieren, sich teilweise entschuldigen und ihre Praxis am Montag (30. Januar) wieder öffneten, will Burgpreppachs Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) die geäußerten Vorwürfe so nicht stehen lassen. Am Montagabend äußert er sich im Gespräch mit der Neuen Presse zunächst einmal erleichtert darüber, dass „alles wieder läuft“, wie er sagt. Wie seine Kollegen im Gemeinderat, in der Verwaltung und im Landratsamt sei er am vergangenen Donnerstag von Anrufen nur so überschüttet worden: „Die Leute waren hilflos.“ Nun hoffe man aber vor allem auch auf Gespräche, „die dazu führen, dass wir die gesundheitliche Versorgung in der Gemeinde weiterführen können“. Der Verein Gesundheit, dem Hermann Niediek vorsteht, wolle „alles in unserer Macht Stehende tun, um dieses Ziel zu erreichen“, versichert er. Dafür sei aber wichtig, „dass Kommunikation stattfindet“. Eine Kommunikation über Facebook sei dagegen schwierig.