Preiserhöhung der Süc Coburger müssen künftig mehr fürs Trinkwasser zahlen

Die Süc erhöht die Trinkwasserpreise in ihrem Versorgungsgebiet ab dem neuen Jahr. Was die Preissteigerung für eine durchschnittliche Familie jährlich bedeutet.

Der Wasserpreis in der Stadt und in Teilen des Landkreises Coburg steigt. Foto: picture alliance/dpa (Symbolbild)

Zum 1. Januar 2027 erhöhen die Städtischen Überlandwerke Coburg (Süc) den Verbrauchspreis für Trinkwasser von 2,44 Euro netto (2,61 Euro brutto) auf 2,74 Euro netto (2,93 Euro brutto) je Kubikmeter. Das vermeldet die Presseabteilung am Montag, 3. August 2026. Der Grundpreis bleibe allerdings unverändert.

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Den seit Juli 2026 in Bayern erhobenen Wassercent übernimmt die Süc im laufenden Jahr noch für ihre Trinkwasserkunden. Diese Abgabe auf die Entnahme von Grundwasser beträgt 10 Cent pro Kubikmeter. Sie dient der Finanzierung von Maßnahmen für den Grundwasser- und Gewässerschutz sowie einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung.

Mit der Preisanpassung finanziert die Süc Investitionen, die die Trinkwasserversorgung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig sichern. Längere Trocken- und Hitzeperioden stellen die Wasserversorgung zunehmend vor Herausforderungen.

Süc will Wasserversorgung absichern

Jürgen Zimmerlein, zuständig für die Trinkwasserversorgung in und um Coburg, erklärt dazu: „Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren gezielt Maßnahmen umgesetzt, um die Versorgungssicherheit und die Qualität der Trinkwasserversorgung nachhaltig zu stärken.“

Zu den Maßnahmen zähle unter anderem der Neubau des Trinkwasserbehälters Bausenberg, erklärt die Süc in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig erhöhe die Süc die Erneuerungsrate im Trinkwasserrohrnetz, um einer Überalterung der Leitungen vorzubeugen und Schadensraten sowie Wasserverluste im Rahmen zu halten. Weitere Investitionen fließen in die Sanierung bestehender Trinkwasserspeicher, zum Beispiel am Wasserturm in Weidach, sowie in die Ertüchtigung von Pumpstationen.

Vergleich mit anderen fränkischen Kommunen

Geschäftsführer Franz-Josef Loscar dazu: „Gerade angesichts immer häufiger auftretender Hitze- und Trockenperioden müssen wir unsere Infrastruktur konsequent weiterentwickeln. Die Preisanpassung ermöglicht uns, diese notwendigen Investitionen verantwortungsvoll umzusetzen und die Versorgung auch für kommende Generationen zuverlässig sicherzustellen.“

Im Vergleich zu anderen fränkischen Kommunen bewege sich der neue Verbrauchspreis weiterhin im Mittelfeld, erklärt die Süc. Für einen typischen Einfamilienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 140 Kubikmetern bedeute die Preissteigerung monatliche Mehrkosten von rund 3,73 Euro.