Christine Wunnicke: "Wachs"
Wunnicke, jüngst mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, entführt mit ihrem neuen Roman ins Frankreich des 18. Jahrhunderts und erzählt von zwei sich liebenden Frauen. Da ist Marie, die schon im zarten Alter Leichen seziert, um deren Innenleben aus Wachs zu modellieren. Und da ist Madeleine, die ältere botanische Zeichnerin. "Unbeirrt, wie Marie mit ihrem Skalpell und Madeleine mit dem Pinsel, schreibt Wunnicke eine faszinierende Geschichte. Gewitzt, versponnen, unterhaltsam", befindet die Jury. Und bei "3sat Kulturzeit" heißt es: "Ein Sprachkunstwerk, das in feinster Präzision daherkommt. (...) Funken schlagen zu lassen, das gelingt Wunnickes Roman."