Pressig Hans Pietz ist nun Altbürgermeister

Der Markt Pressig hat den Ehrentitel „Altbürgermeister“ an Hans Pietz verliehen und Marktgemeinderäte verabschiedet. Zudem wurde Klaus Dressel durch den Freistaat Bayern geehrt. Das Bild zeigt (von links) Zweiten Bürgermeister Wolfgang Förtsch, Bürgermeister Rainer Detsch (Stockheim), Bürgermeister Stefan Heinlein, Altbürgermeister Hans Pietz, Ehefrau Silvia Pietz, Didier Couderc, Klaus Dressel, Martin Welscher und Landrat Klaus Löffler. Foto: /Thomas Frashek

Pressig bedankt sich bei all jenen, die sich mit ganzer Kraft im Marktgemeinderat für das Allgemeinwohl eingesetzt hatten. Darunter sind auch einige kommunalpolitische Urgesteine.

Pressig - In einem Festakt am Gelände des Naturerlebnisbades Rothenkirchen hat der Markt Pressig dem ehemaligen Bürgermeister Hans Pietz (FW) den Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen. Des Weiteren werden langjährige und ausgeschiedene Marktgemeinderäte verabschiedet. 3. Bürgermeister Klaus Dressel wurde zudem von Landrat Klaus Löffler für besondere Verdienste in der kommunalen Selbstverwaltung durch den Freistaat Bayern ausgezeichnet.

Bürgermeister Stefan Heinlein machte dabei eingangs deutlich, welchen Wert die kommunalpolitische Arbeit der ehrenamtlichen Marktgemeinderatsmitglieder und der Berufspolitiker in der Entwicklung der Heimatgemeinden hat. Das Engagement aller in der Gesellschaft sei nötig, um die Lebensqualität in den Ortschaften nachhaltig zu gestalten und zu steigern. Dies funktioniere nur, wenn jeder Einzelne seine Stärken in die Gemeinschaft einbringe. Insofern sei es für die Kommune wichtig, allen zu danken, die sich für das Gemeinwohl als Gemeinderat und meist auch noch in anderen ehrenamtlichen Funktionen eingesetzt und engagiert hätten.

Zwölf Jahre engagiert

Der Rathauschef ging in seiner Laudatio zur Verleihung des Titels Altbürgermeister an Hans Pietz auf dessen zwölfjähriges Wirken als Bürgermeister ein. Heinlein nannte einige herausragende Projekte, unter anderem die Sanierung und Neugestaltung des Marktplatzes in Rothenkirchen oder die Generalsanierung der Schulturnhalle Rothenkirchen. Vor allem die Verlagerung des Rewe-Marktes in Rothenkirchen habe viel Überzeugungskraft verlangt. Er zählte aber auch den Ausbau des Glasfasernetzes, die Sanierung der Wasser- und Abwasserversorgung sowie die integrierte ländliche Entwicklung mit der Gemeinde Stockheim auf. Die Dorferneuerung Friedersdorf habe er als ein Mammutprojekt auf den Weg gebracht. Pietz durfte sich zudem ins Goldene Buch des Marktes eintragen.

„Im Gegensatz zum Holzhacken sieht man in der Kommunalpolitik seine Erfolge erst Jahre oder Jahrzehnte später. Dennoch müssen Grundsteine gelegt werden, Projekte und Themen immer wieder vorgegeben und forciert werden“, betonte der frisch gebackene Altbürgermeister dann auch nach seiner Ehrung. Im Dschungel der Förderverfahren tue man sich als kommunaler Wahlbeamter mit undurchsichtigen Antragsmodalitäten oft schwer. Um all dies durchzusetzen, sei ein Bürgermeister auf das „Wir“ angewiesen. Er brauche aber auch insbesondere die Unterstützung aus der Familie, so Pietz.

Auch Bürgermeister Rainer Detsch aus Stockheim ließ es sich nicht nehmen, seinem ehemaligen Amtskollegen seinen Dank auszusprechen. Er hob dabei die gute Zusammenarbeit im Unterzentrum Stockheim/Pressig mit der Marke „Haßlachtal“ hervor.

Feier im Naturbad

Vor Überreichung der Ehren- und Dankurkunden bedauerte das Gemeindeoberhaupt zunächst, dass etliche der verdienten Ehrenämtler nicht an der Dankfeier teilnehmen konnten. Man habe seitens der Verwaltung und des Marktgemeinderates infolge der Corona-Pandemie immerhin über ein Jahr abwarten müssen, um eine würdige Feier abhalten zu können. Niemand wisse, wie es mit Corona weitergehe, weshalb man jetzt die Lockerungen des Hygieneschutzgesetzes nutzte, um die Feier im würdigen Rahmen im herrlichen Ambiente des Naturbades durchzuführen. Dankurkunden erhielten im Anschluss Anita Swiduruk (CSU) und Joachim Calles (FW), die beide 24 Jahre dem Marktgemeinderat angehörten und nach der Kommunalwahl, Ende April 2020, aus ihrem Amt ausgeschieden sind. Werner Löffler (CSU) und Berthold Nickol (CSU, parteilos) gehörten 18 Jahre dem MGR Pressig an. Roland Münch (SPD) 15 Jahre. Martin Welscher (FW) zwölf Jahre. Didier Couderc (FW), Michael Pütterich (SPD) je sechs Jahre und Siegfried Jungkunz (CSU) zwei Jahre.

Landrat ehrt Dressel

Landrat Klaus Löffler durfte Klaus Dressel für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung vom Freistaat Bayern mit einer Dankurkunde ehren. Dabei ging er auf die vielfältigen ehrenamtlichen Funktionen des Geehrten ein. Dressel sei ein Paradebeispiel eines vorbildlich agierenden Ehrenämtlers. Bereits seit 19 Jahren gehöre er dem Marktgemeinderat Pressig an, sei in mehreren Ausschüssen tätig und seit sechs Jahren Fraktionssprecher der CSU und zudem 3. Bürgermeister. Auch als Mitarbeiter im Landratsamt engagiere er sich in vielen Bereichen. So sei er maßgeblich für die Abwendung der Corona-Pandemie im Landkreis Kronach verantwortlich. Darüber hinaus sei er als Luftbeobachter in der Brandbekämpfung und als Kreisbrandmeister in der Kreisbrandinspektion Kronach aktiv.

Daher sei es ihm eine Freude, so der Landrat, ihm die Dankurkunde des Freistaates Bayern für besondere Verdienste in der kommunalen Selbstverwaltung überreichen zu können. Die eindrucksvolle Feier wurde vom Musikverein Pressig unter Leitung von Dominic Richter umrahmt.

 

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