Pressig - Dass sich nur 16 Kinder in den vergangenen drei Wochen im Rahmen einer Probe-Einschreibung für einen Besuch einer Realschule in Pressig ausgesprochen haben, beschäftigt die Kreispolitik. Während man in der CSU die Zahlen noch analysieren möchte, ist man in den anderen Fraktionen wenig überrascht. "Was zu erwarten war", kommentiert denn auch Björn Cukrowski (FDP) das Ergebnis. Jugendliche wollten einfach lieber in Kronach in die Schule gehen. "Weil sie dort auch was erleben können", sagt der ehemals in Pressig wohnende Cukrowski aus eigener Erfahrung. "Politik sollte sich halt immer an den Wünschen der Menschen orientieren", meint er schulterzuckend in Richtung CSU, die die Realschule in Pressig maßgeblich vorangetrieben hat. Edith Memmel von den Grünen setzt gar noch eins drauf: "Vielleicht ist die CSU doch nicht so nah an den Menschen, wie sie immer tut." Das Ergebnis der Probe-Einschreibung zumindest spreche dafür. Ihrer Meinung nach kann man den Wunsch nach einer weiterführenden Schule im Landkreis-Norden nur dann erfüllen, wenn man sich in Richtung Gemeinschaftsschule orientieren würde. Dann bekäme man zumindest vielleicht die notwendigen Schülerzahlen zusammen.
Pressig Probe-Einschreibung - und jetzt?
Bianca Hennings 23.05.2018 - 17:04 Uhr