Ganz sicher nicht nur zur Freude der Eschenbacher Bürger, sondern der Eltmanner und vieler Radfahrer, nannte der Verkaufsleiter es als weiteres, erklärtes Ziel, „in den nächsten Wochen direkt am ‚Maintal-Radweg’ und unserer Brauerei wieder unser Bräustüberl mit Biergarten zu eröffnen“. Darüber hinaus habe man auch schon neue Märkte im Ausland erschlossen, beispielsweise nach China, wo man allein im letzten Vierteljahr schon sechs Schiffscontainer mit Weißbier beladen habe.
Eltmann hat an der Grenze von Wein- und Bierfranken eine lange Tradition als Bierstadt und feiert dies alljährlich mit den „Biertagen“ der Festgemeinschaft.
Es ist für die heutige Zeit kaum vorstellbar, dass es in Eltmann in den Jahren 1814/15 tatsächlich 39 Brauereien gab und man damit zu den führenden Bierstädten Bayerns zählte. Als die Festgemeinschaft aus Vereinen 1992 mit der Einführung der „Eltmanner Biertage“ diese Brautradition unterstreichen wollte, gab es noch fünf Brauereien.
Die erste urkundliche Erwähnung datiert dabei aus dem Jahre 1744 mit der „Weiss-Rössl-Bräu“ aus Roßstadt. Kurze Zeit später, nämlich im Jahre 1750, braute auch Georg Johann Wagner erstmals in Eschenbach Bier und eröffnete zur gleichen Zeit das „Eschenbacher Bräustübla“. Seitdem war die Brauerei im Familienbesitz der Wagner. Nun im Besitz der „Arco-Braugruppe“ mit Riprand Graf von und zu Arco-Zinneberg soll die „Privatbrauerei Eschenbach“ weiter in die Zukunft wachsen. Mit der Wiedereröffnung des „Bräustübla“ würde man aber gleichzeitig die jahrhundertealte Geschichte der Brautradition in bester Erinnerung halten.