Probedienst beendet Pfarrerehepaar verabschiedet sich aus Großgarnstadt

Von Mathias Mathes
Für sie ist es eine Heimkehr: Pfarrerin Eva-Maria Maaß, geborene Solowan, und auch ihr Mann Matthias werden ab März 2022 im Landkreis Kronach ihren Dienst antreten. Foto: Dekanat Kronach-Ludwigstadt

Der Probedienst im Landkreis Coburg ist beendet: Das Pfarrerehepaar Maaß wird ab März 2022 in Hummendorf und Weißenbrunn tätig sein.

Großgarnstadt/Hummendorf - Das Pfarrerehepaar Maaß wird den Landkreis Coburg verlassen. Ihr neue Dienststelle liegt im Landkreis Kronach. Ab März werdend die beiden Seelsorger die evangelischen Gläubigen in Hummendorf und Weißenbrunn betreuen. Damit ist die dortige vakante Pfarrstelle für die dortigen Kirchengemeinden wieder besetzt. Das teilt das Dekanat Kronach-Ludwigsstadt mit.

Vor allem Pfarrerin Eva-Maria Maaß ist in der Region keine Unbekannte. Viele dürften sie unter ihrem Mädchennamen Solowan kennen. Sie stammt aus Küps und engagiert sich seit frühester Jugend für die Kirche. „Kirche hat irgendwie immer dazugehört“, erzählte sie der Neuen Presse im Jahr 2019, als sie mit ihrem Mann auf die Pfarrstelle nach Großgarnstadt berufen worden war. Seit ihrem 13. Lebensjahr ist sie als Organistin im Dekanat Kronach tätig gewesen. Nach dem Abitur absolvierte sie schließlich ein Kirchenmusikstudium in Heidelberg, das sie 2011 mit der B-Prüfung abschloss. Für ihr Zweitstudium der evangelischen Theologie ging sie dann nach Erlangen. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Folge in Rehau und Germering. „Während der Schulzeit hätte ich nicht gedacht, eines Tages einmal Pfarrer zu werden“, sagte ihr Ehemann Matthias Maaß im Jahr 2019 bei seiner Vorstellung in Großgarnstadt.

Nach dem Abitur in Garching bei München begann er ein Mechatronik-Studium, merkte aber, dass er beruflich lieber mit Menschen statt nur mit Maschinen arbeiten will. Außerdem wurde ihm sein Glaube immer wichtiger. So begann er ein Theologiestudium. Seine Ausbildung zum Klinikseelsorger absolvierte er im Klinikum Großhadern und war als Vikar in Planegg bei München tätig. Ausgleich zur Arbeit findet er bei seiner Familie und in der Kampfkunst Taekwondo. Seit 2016 ist er Schwarzgurt-Träger. Maaß hat aber auch eine Seelsorgeausbildung für die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).

Aktuell beenden die beiden ihren Probedienst in Großgarnstadt (Landkreis Coburg). Das Ehepaar hat einen kleinen Sohn, der natürlich ebenfalls mit nach Hummendorf und Weißenbrunn kommen wird.

 

Bilder