Landwirte gesucht
Der Trassenabschnitt, auf dem heute die Mutterkuhherde mit Leitkuh Sensi grast, war zuvor eine Christbaumkultur. Insgesamt misst die Fläche 11,5 Hektar. Um sie für die Beweidung vorzubereiten, wurden Bäume entfernt, der Untergrund gemulcht und anschließend mit einer Saatmischung aus Kräutern und Gräsern eingesät. Die Fläche unter der Hochspannungsleitung wurde in vier Parzellen eingezäunt, mit Durchfahrten für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr sowie Querungsmöglichkeiten für Wildtiere. Der Geschäftsführer der Schottischen Hochlandrinder Frankenwald, Thomas Schmidt, erklärt: „Für uns ist die Trasse eine wertvolle Ergänzung zu unseren eigenen Weiden und den kommunalen Landschaftspflegeflächen.“ Die Zusammenarbeit mit Bayernwerk Netz sei unkompliziert. Das Unternehmen habe die Kooperationen vor Ort organisiert. Bayernwerk betreibt in ganz Bayern ökologisches Trassenmanagement und ist für weitere Kooperationen stets auf der Suche nach Tierhaltern. Je nach Vegetation werden passende Tierarten eingesetzt: stärker verbuschte Areale eignen sich für Ziegen oder robuste Rinder, Grünland- und Heideflächen eher für Schafe. Auch Pferde, Alpakas oder sogar mobile Hühnerwagen können zum Einsatz kommen.