Protest bei Service4Evu Mitarbeiter bestreiken Coburger Dienstleister

Die rund 50 Mitarbeiter des Coburger Dienstleisters gingen am Montag auf die Straße. Unter anderem protestieren sie laut der Gewerkschaft Verdi gegen eine höhere Arbeitszeit.

Kundgebung vor der Zentrale des Unternehmens Service4Evu. Foto: Verdi

Seit Mitte Juni verhandeln der Servicedienstleister Service4Evu und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) über einen Tarifvertrag. Da die Tarifparteien auch in der dritten Verhandlungsrunde Ende Juli keine Annäherung erreichten, rief Verdi vor dem vierten Verhandlungstermin am 31. August 2026 zum ersten Warnstreik auf.

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Mehr als 50 Beschäftigte versammeln sich dazu heute am Betriebssitz in Coburg, berichtet Gewerkschaftssekretär Jan Storbeck in einer Pressemitteilung.

Unternehmen will laut Verdi Arbeitszeit erhöhen

Die Arbeitgeber fordern laut Verdi unter anderem, die Arbeitszeit von derzeit 39 auf 40 Stunden zu erhöhen, die freien Tage an Heiligabend und Silvester zu streichen sowie weitere Leistungen zu kürzen. Vor allem die längere Arbeitszeit steht für die Gewerkschaft nicht zur Debatte. Dennoch hätte der Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlungsrunde daran festgehalten, berichtet Verdi.

Auch bei der Laufzeit eines neuen Tarifvertrags lägen die Positionen weiter weit auseinander. Der Arbeitgeber fordert eine Laufzeit von vier Jahren, was Verdi in der zweiten Verhandlungsrunde klar zurückgewiesen hat.

Tarifvertrag lief Mitte des Jahres aus

„Dass der Arbeitgeber trotz der klaren Ablehnung erneut eine Arbeitszeitverlängerung und eine vierjährige Laufzeit fordert, ist eine Frechheit“, erklärt Sibylle Günther, Mitglied der Tarifkommission. „Wir Beschäftigten brauchen jetzt eine spürbare Entgelterhöhung und keinen Tarifvertrag, der uns über Jahre an Verschlechterungen bindet.“

Der letzte Tarifvertrag bei Service4Evu wurde Anfang 2023 abgeschlossen und lief bis Mitte 2026. Im Mittelpunkt der aktuellen Forderungen der Tarifkommission steht eine bessere Entgeltstruktur für alle Beschäftigten.